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Neue OZ: Kommentar zu Mauer
Sozialismus
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Osnabrück (ots) - Beunruhigend Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf! Das sagte Erich Honecker, als sich die DDR längst im Endstadium befand. Dass zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall viele Deutsche selbst im Westen mit dem Wort "Sozialismus" wieder positive Dinge in Verbindung bringen, ist erstaunlich. Offensichtlich scheinen die Erinnerungen an die Diktatur kollektiv zu verblassen, an Mauertote, Stasi-Bespitzelungen, Mangelwirtschaft und strikte Reisebeschränkungen. Und auch der Wert der Freiheit genießt derzeit einen beunruhigend niedrigen Stellenwert. Oder verhält es sich damit wie mit der Gesundheit, die viele erst schätzen, wenn sie verloren gegangen ist? Die Ostalgie-Welle wird jedenfalls politisch befördert von der Linkspartei, die sich bis heute nicht eindeutig von der Diktatur distanziert hat. Motto: verklären, verharmlosen und verniedlichen. Zugleich treffen linke Parolen wie "Reichtum für alle" auf umso mehr dankbare Zuhörer, je größer die Kluft zwischen Arm und Reich wird. Nur: Dieses sozialistische Gerede ist gefährlich. Denn es käme einem Staatsbankrott auf Raten gleich, wenn das Sozialsystem so weit ausufert, dass die Wirtschaft erstickt. Den Karren ziehen schließlich noch immer motivierte Beschäftigte und risikobewusste Unternehmer - über die leider kaum jemand spricht. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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