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"Der Umstieg auf Michelin hat den McLaren-Mercedes aus der Balance geworfen!"
Ex-Formel 1-Pilot Marc Surer vor dem Großen Preis von Österreich im Premiere-Interview

    München (ots) - Die bislang ernüchternde Saison-Bilanz von
McLaren-Mercedes hat nach Meinung des Ex-Formel 1-Piloten und
jetzigen Premiere-Experten Marc Surer einen entscheidenden Grund: den
Wechsel des Reifenpartners. Vor dem Großen Preis von Österreich auf
dem A1-Ring in Spielberg (10. bis 12. Mai, Premiere überträgt an
allen drei Tagen live) sagte der 51-jährige Schweizer in einem
Premiere-Interview: "Der Umstieg auf die Michelin-Reifen ist wohl der
Hauptgrund für die derzeitigen Probleme beim Team!"
    
    Surer, der zwischen 1979 und 1986 insgesamt 82 Grand Prix-Rennen
bestritt, weiter: "Bei McLaren-Mercedes hapert es überall ein
bisschen. Aber durch den Wechsel des Reifenpartners wurde das Auto
aus der Balance geworfen. Für die Fahrer ist es derzeit nicht leicht,
die richtige Abstimmung zu finden. Wenn das Auto nicht zu den Reifen
passt oder die Reifen nicht zum Auto passen, ist es eben sehr schwer,
die ideale Abstimmung zu finden." Ebenfalls in die Schusslinie geriet
der Stuttgarter Motorenlieferant von McLaren: "Auch der Motor hat
momentan nicht die Leistung, die er haben sollte, um mit Ferrari und
BMW mitzuhalten!"
    
    Chancenlos sei das Team von Ron Dennis bei den nächsten Rennen
aber keineswegs: "Man darf und soll McLaren-Mercedes nicht
abschreiben", schildert der Schweizer die Situation bei McLaren, gibt
aber zu bedenken: "Grundsätzlich ist es jedoch lediglich
BMW-Williams, die über die komplette Saison hinweg betrachtet noch
eine realistische Chance haben, Ferrari unter Druck setzen zu
können."
    
    Nur die richtige Mischung der Pneus kann nach Meinung des
Premiere-Experten die Formel 1-Weltmeisterschaft noch einmal richtig
spannend machen: "Die Reifen entscheiden darüber, ob BMW und Mercedes
noch einmal entscheidend an Ferrari herankommen. Ich denke, nur die
Reifen können ein durchschlagende Wende bringen. Denn der technische
Rückstand der Teams gegenüber Ferrari lässt sich nicht so schnell
aufholen!"
    
    Surer äußerte sich in dem Interview mit Premiere auch zu der immer
größer werdenden finanziellen Kluft zwischen den sogenannten kleinen
und großen Teams in der Formel 1. "Die Top-Teams im Renn-Zirkus haben
zu viel Geld. Durch die Hersteller im Rücken können sich diese Teams
finanziell eigentlich fast alles erlauben. Der Abstand zu den übrigen
wird immer größer. Eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft gab es
aber schon immer", erläutert der Schweizer die Lage.
    
    Diese Kluft könnte seiner Meinung nach aber auch zu Problemen bei
den großen Teams führen: "Man muss ganz klar sehen, dass die großen
Hersteller Statisten brauchen", führt Surer aus. "Und sie müssen sich
jetzt überlegen, wie man diese Statisten am Leben erhalten kann. Denn
es kann aus Sicht der Hersteller nicht sein, dass in der letzten
Startreihe auch ein Fahrer mit Werksmotor steht. Man benötigt, auch
gegenüber den Vorständen, eine Pufferzone. Dass Jaguar aus der
letzten Startreihe ins Rennen geht, ist natürlich schlimm für diese
Marke. Wären noch mehrere Teams wie etwa Minardi mit von der Partie,
würde so etwas natürlich nicht so sehr auffallen!"
    
    Premiere gibt es ab sofort bereits für fünf Euro im Monat. Mehr
zum neuen Angebot unter www.premiere.de/5euro
    
      
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