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NABU gegen weitreichende Anrechung von Wäldern beim Klimaschutz

Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat vor einer Aufweichung des Kioto-Protokolls durch eine zu weitreichende Anrechung von Wäldern und anderen biologischen Senken bei der Erfüllung von Klimaschutzverpflichtungen gewarnt. Nach Auffassung von NABU -Präsident Jochen Flasbarth sei die Senkenfunktion von Wäldern oder Ackerflächen zur Bindung von Kohlendioxid mit zu vielen wissenschaftlichen und administrativen Unsicherheiten verbunden sei, als dass sie eine bedeutende Rolle in einer globalen Klimastrategie spielen könnten. "Bei der Senkendiskussion geht es doch ganz offenkundig für eine Reihe von Staaten darum, ihre in Kioto eingegangenen Klimaverpflichtungen wieder zu mindern", so Flasbarth. Die allgemein anerkannten Prognosen zur künftigen Veränderung des globalen Klimas in diesem Jahrhundert seien jedoch so dramatisch, dass es keinesfalls geringere Reduktionen von Treibhausgasen als die im Kioto-Protokoll festgelegten geben dürfe. Für den NABU dürften Wälder nur dann angerechnet werden, wenn sie den Kriterien der FSC-Zertifizierung für eine naturgemäße Waldwirtschaft genügten. ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: NABU-Pressestelle, Telefon: 0173-9306515 Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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