Rheinische Post

Rheinische Post: Kommentar: Phänomen Einbruch

Düsseldorf (ots) - Trotz intensiver Ermittlungen bekommt die Polizei die Einbruchskriminalität in NRW nicht in den Griff. Die Zahl der Delikte ist im abgelaufenen Jahr sogar wieder deutlich gestiegen. Aber wer hat Schuld an dieser Entwicklung? Sie allein der Polizei in die Schuhe zu schieben, wäre zu einfach. Die Ermittler halten den Fahndungsdruck auf die Kriminellen, die vor allem aus Südosteuropa stammen, seit Monaten hoch - und versuchen alles, um ihn immer weiter zu erhöhen. Bei der Suche nach der Ursache hilft auch die gängige Stammtischparole nicht weiter, wonach NRW sich ein Beispiel an Bayern nehmen sollte, da dort deutlich weniger Einbrüche begangen werden. Das ist so, als vergleiche man Äpfel mit Birnen. Denn Einbrüche sind in erster Linie ein Großstadtphänomen, und der Freistaat ist, anders als NRW, vor allem ein Flächenstaat. Der Hauptgrund für die massenhaften Einbrüche liegt vielmehr in der Öffnung der Grenzen. Will man, dass die Delikte wieder deutlich zurückgehen, wird man an Grenzschließungen nicht vorbeikommen - eine für viele unbequeme Wahrheit.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: