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Rheinische Post: Kommentar: Sporthallen bleiben leider Notunterkünfte

Düsseldorf (ots) - Bei der Frage, ob Sporthallen als Notunterkünfte dienen sollen, wird aus dem für viele Bürger abstrakten Flüchtlingsproblem ein konkretes: noch weniger Unterricht in der Schule, noch weniger Übungsstunden für den Breitensport. Die Hoffnung, dass sich das alles bald regelt, weil weniger Schutzsuchende zu uns kommen, trügt. Es ist nicht abzusehen, dass der Strom der Menschen, die die Not treibt, stark nachlässt. Wenn sich eine Sporthalle als notdürftige Unterkunft bewährt hat, wird sie auch künftig in dieser Weise genutzt werden. Die Hallen sind mit Heizung und Sanitäranlagen vergleichsweise gut geeignet (man könnte auch sagen: weniger schlecht geeignet als Zelte). Für die Kommunen sind sie die naheliegende Lösung für ein drängendes Problem. Doch diese Tatsache entbindet Politik und Verwaltung nicht davon, noch stärker nach Alternativen zu suchen: in ungenutzten Militäranlagen zum Beispiel. Der Sport braucht seinen Raum. Und gerade bei der Integration von Migranten leisten gut organisierte Vereine und engagierte Übungsleiter Großartiges. Sporthallen, die nicht als Notunterkünfte dienen, eignen sich übrigens vorzüglich, um mit Flüchtlingen Badminton, Basketball oder Volleyball zu spielen.

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