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Rheinische Post: Antisemitismus kontern

Düsseldorf (ots) - Übergriffe gegen Juden gehören in Deutschland zum Alltag: Sie finden auf der Straße, auf dem Schulhof, in Bahnhöfen, auf Fußballplätzen und in den sozialen Medien statt. Was gehen uns die Juden an, vor allem wenn man sieht, was sie in Israel so treiben? So lautet der Gedankengang vieler. Doch genau das ist falsch. Der Judenhass in ganz Europa ist heute vor allem ein muslimisch-arabischer - von ihm geht anscheinend die größte Gefahr aus. Das passive Verhalten der Mehrheitsgesellschaft nährt ihn. Juden sind Seismographen einer Gesellschaft. Wenn sie sich gezwungen sehen, einen Teil ihrer Identität zu verstecken, müssen die Alarmglocken schrillen - vor allem bei Nicht-Juden! Staat und Zivilgesellschaft dürfen es nicht dulden, dass No-go-Areas entstehen für Menschen mit Kippa. Oder mit Kopftuch. Oder mit nichtweißer Hautfarbe. Die Justiz muss mit klaren Urteilen gegen gewaltsame Attacken vorgehen. Denn es ist fatal zu glauben, dass wir den latenten Antisemitismus in manchen Milieus einfach loswerden können wie ein Paket, das man zurückschickt.

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