Alle Storys
Folgen
Keine Story von Rheinische Post mehr verpassen.

Rheinische Post

Rheinische Post: Abbau der kalten Progression: SPD-Länder fordern Gegenfinanzierung

Düsseldorf (ots)

Die Finanzminister mehrerer SPD-geführter Länder haben Forderungen aus der Union nach Steuererleichterungen unterstützt, sofern die Länderhaushalte davon unberührt bleiben. "Ich bin sehr dafür, die Mittelschicht bei der kalten Progression zu entlasten, um zu verhindern, dass Lohnzuwächse aufgefressen werden", sagte Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Klar ist, dass die Ausfälle vollständig und sozial ausgewogen gegenfinanziert sein müssen und nicht zu Lasten der Landeshaushalte gehen dürfen", fügte Schmid hinzu. "Ein Weg, das zu erreichen, ist Steuersubventionen an anderer Stelle zu streichen", sagte Schmid. Auch Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) unterstützt den Abbau der kalten Progression. "Tariferhöhungen müssen bei den Menschen ankommen. Das ist eine Frage der Steuergerechtigkeit", sagte Schneider der Zeitung. Es sei jedoch unstrittig, dass die Länder wegen der Steuerausfälle auf eine Gegenfinanzierung angewiesen seien. Er schlug vor, den Solidaritätszuschlag in die Einkommensteuer zu integrieren und im Zuge einer solchen Reform auch die kalte Progression anzugehen. "Auf diese Weise würden die Länder in die Lage versetzt, sich an dem notwendigen Abbau der kalten Progression zu beteiligen", sagte Schneider. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) betonte: "Jede zweifellos wünschenswerte Steuererleichterung für die kleinen und mittleren Einkommen führt ohne gegenläufige Korrektur ganz nebenbei auch zu einer für die öffentlichen Haushalte teuren Entlastung für Großverdiener." Für die Länder seien Steuererleichterungen auf Pump ein Tabu. Er sei gespannt auf Lösungsvorschläge der Union, wie die Gegenfinanzierung ohne neue Schulden und ohne Steuererhöhungen gelingen könne.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Rheinische Post
Weitere Storys: Rheinische Post
  • 02.08.2014 – 00:00

    Rheinische Post: Staatssekretär Asmussen fordert von der SPD stärkeres Wirtschaftsprofil

    Düsseldorf (ots) - Der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Jörg Asmussen (SPD), fordert von seiner Partei ein stärkeres Wirtschaftsprofil. "Um aus dem Ghetto der 25 Prozent zu kommen, braucht es neue und erweiterte Angebote für die arbeitende Mitte, zum Beispiel in der Steuerpolitik", sagte Asmussen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" ...

  • 02.08.2014 – 00:00

    Rheinische Post: NRW will giftige Haustiere verbieten

    Düsseldorf (ots) - NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) kündigt für kommenden Herbst eine Gefahrtierverordnung an. Remmel sagte der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) unter Bezug auf einen 53-Jährigen Mann aus Kerken, der am Dienstag von seiner eigenen Puffotter lebensgefährlich verletzt worden war: "Der neuerliche Vorfall zeigt, wie notwendig eine gesetzliche Regelung ist. Giftige Exoten gehören nicht in ...

  • 01.08.2014 – 20:07

    Rheinische Post: Gewalt in Nahost Kommentar Von Gregor Mayntz

    Düsseldorf (ots) - Woran liegt es, dass Palästinenser und Israelis immer noch nicht zu dauerhaftem Waffenstillstand und Verhandlungen über eine langfristige Verständigung finden? Weil schon diese einfache Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann. Israel ist zwar noch nicht "fertig" mit der Zerstörung terroristisch genutzter Tunnel-Infrastruktur, aber es ...