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Berater-Image schlecht = Von Georg Winters

Düsseldorf (ots) - Man kann darüber streiten, ob die Studie zum Thema Bankberatung bei 119 Testgesprächen repräsentativ ist oder nicht. Die Banken versuchen mit dem Argument mangelnder Aussagekraft, das eigene Image schönzureden, aber das gelingt nicht, weil in der Vergangenheit zu viele Kunden zu viele schlechte Erfahrungen gemacht haben. Und allein die Tatsache, dass in drei Viertel aller Fälle gar kein Protokoll erstellt wurde, sollte auch die Branche nachdenklich machen. Andererseits: Allein den Bankern die Schuld für nicht vorhandene Protokolle in die Schuhe zu schieben, greift zu kurz. Der andere Teil der Wahrheit besteht darin, dass zumindest Kunden, die regelmäßig Aktien kaufen, der vorgeschriebene Protokollierwahn auf die Nerven geht. Der Kunde muss selbst entscheiden können, ob er seinem Berater traut und ob er ein Protokoll will oder nicht. Das muss dokumentiert werden. Und: Wer seinem Berater nicht traut, sollte den Anbieter wechseln. Die Abstimmung mit den Füßen ist immer noch der beste Weg, die Finanzbranche zu dem Service zu zwingen, den der Kunde erwarten darf.

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