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Rheinische Post: Kommentar
Putin und die Krim = Von Godehard Uhlemann

Düsseldorf (ots) - Greift Russland in der Ukraine militärisch ein, ist Europa herausgefordert. Die Ukraine ist Uno-Mitglied. Sie beteiligt sich zum Beispiel an Einsätzen in Afghanistan und im Kosovo. Sie ist international geschätzt und anerkannt. Das Land steckt in der Krise. Das Beschwören angeblich russischer Interessen rechtfertigt aber nie und nimmer die Abtrennung der mehrheitlich kremlaffinen Krim. Die Nato- und EU-Länder Polen, Ungarn Rumänien und die Slowakei sind zu Recht beunruhigt, weil Präsident Putin russische Truppen in ihrer Nachbarschaft in Alarmbereitschaft versetzt hat. Sollten die Soldaten auf dem Boden der Ukraine militärisch aktiv werden, hat Putin Abmachungen mit dem Westen verletzt. In den vier Nato-Staaten sind mit Rücksicht auf Moskauer Sicherheitsbedenken keine Nato-Truppen stationiert worden. Das würde sich dann wohl ändern, denn Europas Sicherheitsarchitektur würde durch Putins Muskelspiel zum Einsturz gebracht. Deutschlands Diplomatie muss alles tun, dass geredet und nicht geschossen wird. Auch Putin würde von dieser Entspannung profitieren.

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