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Rheinische Post: Der Trainer der FDP von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Warum nur hält die FDP an Guido Westerwelle fest? An demjenigen, der doch erkennbar falsch entscheidet und vom dreifachen Amt als Vizekanzler, Außenminister und Parteichef überfordert scheint? Solche Überlegungen führten die Liberalen längst öffentlich. Trotzdem war davon in der Klausur der Spitzengremien keine Rede mehr. Weshalb? Mögliche Antwort: Die führenden Liberalen hatten sich vor Eintritt in die Tagesordnung von Joachim Löws Elf verzaubern lassen. Waren da aus den von vielen "Experten" längst für unbrauchbar erklärten älteren Kickern doch die herausragenden Leistungsträger geworden, die mit den talentierten Jungstars zusammen ein Traumergebnis einfuhren. Auch bei der FDP ist die Auswechslung vertagt. Und sie ist auch hier insgeheim mit der Hoffnung verknüpft, der erfahrene Parteichef werde mit dem jungen Generalsekretär schon doch noch irgendwie und irgendwann ins Erfolgsspiel zurückfinden. Was für Löw die ersten vier WM-Spiele waren, sind für Westerwelle die nächsten vier Landtagswahlen. Fegt der Wähler dort die Liberalen vom Platz, stellt sich bei der FDP auch die Trainerfrage neu. Bis dahin darf Westerwelle testen, mit welchen Ideen er seinen Themen-Kader verbreitern kann.

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