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Rheinische Post: Atom-Erfolg Kommentar Von Matthias Beermann

    Düsseldorf (ots) - Als Barack Obama bald nach seinem Amtsantritt seine Vision von einer Welt ohne Atomwaffen bekräftigte, haben das viele nicht sehr ernst genommen. Noch so eine schöne, aber leider ziemlich unrealistische Ankündigung, hämte man in so mancher Regierungszentrale. Dass die Menschheit von seinem großen Ziel vermutlich noch Generationen entfernt ist, das weiß auch der US-Präsident. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, dass er nicht die Ärmel hochkrempeln würde, um es zu erreichen. Nach dem Abschluss zäher Atom-Abrüstungsverhandlungen mit den Russen ging es bei dem Gipfel in Washington jetzt um die Kontrolle spaltbaren Materials, das Terrorgruppen in die Hände fallen könnte. Und auch hier hat Obama schon einen Achtungserfolg erzielt: Dass die Ukraine ihre Bestände an Nuklearmaterial aus Sowjetzeiten in die USA überstellen will, wäre noch vor kurzem nicht zu erwarten gewesen. Wie weit sich die USA und China in der Frage neuer Sanktionen gegen den Iran angenähert haben, muss sich indes erst noch zeigen. Klar ist aber, dass der Schwung in den Bemühungen um eine Kontrolle der atomaren Bedrohung das Mullah-Regime zunehmend unter Druck setzt. Wie es scheint, hat man Obama auch in Teheran kräftig unterschätzt.

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