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Rheinische Post: Tarifliche Lösung für die Pflegezeit

Düsseldorf (ots) - Die frühere Familienministerin Ursula von der Leyen hatte sich die Elternzeit auf die Fahnen geschrieben, ihre Nachfolgerin Kristina Schröder will die Pflegezeit zum Prestigeobjekt ihrer Amtszeit machen. Die junge CDU-Politikerin hat gute Chancen, die Erleichterungen für Beschäftigte, die ihre Angehörigen pflegen wollen, zu einem politischen Erfolgsmodell zu machen. Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst so schnell wie der Wunsch der Betroffenen, in vertrauter Umgebung von vertrauten Menschen versorgt zu werden. Hinzu kommt: Die rasante Alterung in der Gesellschaft sorgt alleine dafür, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege der Vereinbarkeit von Beruf und Kindern in der öffentlichen Debatte den Rang ablaufen wird. Gut also, dass die Ministerin über Maßnahmen nachdenkt, wie Pflegende ihre erzwungene Berufs-Unterbrechung finanziell erträglich gestalten können. In der Pflegezeit wird dazugezahlt, später wird der Bonus wieder abgezogen. Dass die öffentliche Pflegekasse entlastet wird, ist ein erwünschter Nebeneffekt. Die Frage ist nur: Warum muss gleich die Rechtsanspruch-Keule geschwungen werden? Tarifliche Lösungen wären besser. Das Gespräch mit den Arbeitgebern sollte schnell gesucht werden. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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