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Weser-Kurier: Über Diskriminierung in Flüchtlingsunterkünften schreibt Kathrin Aldenhoff

Bremen (ots) - Die Berichte sind erschreckend: Christliche Flüchtlinge sollen in Gemeinschaftsunterkünften in Bremen von anderen Bewohnern bedroht und schikaniert worden sein. Der Pastor einer evangelischen Kirche erzählt von einer jungen Frau, die in der Unterkunft von drei Männern bis auf die Toilette verfolgt wurde. Beschimpfungen wegen ihrer Religion müssten sich die christlichen Flüchtlinge regelmäßig anhören. Wenn das stimmt, ist es eine Katastrophe. Die Menschen, die hierher geflohen sind, sollten in Deutschland sicher sein. Sie sollen nicht wieder Angst haben müssen. Die Leiter von Unterkünften müssen wissen, was in ihren Häusern, in ihren Zelten, Turnhallen oder Containern passiert. Und wenn etwas passiert, wenn Menschen wegen ihrer Religion oder aus einem anderen Grund beschimpft und schikaniert werden, müssen sie reagieren. Die Religionsfreiheit ist nicht verhandelbar. Und sie gilt auch in Flüchtlingsunterkünften. Wer in Deutschland leben möchte, der sollte das wissen. Wer es nicht weiß, dem sollte es schnell erklärt werden. Wer es weiß, aber sich nicht daran hält, wird kaum ein Teil dieser Gesellschaft werden können.

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