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Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holst über IS-Kämpfer

Bremen (ots) - Erstmals wird ein Syrien-Rückkehrer und mutmaßlicher IS-Kämpfer in Bremen gefasst. Für die Hansestadt ist das ein spektakulärer Fall. Bundesweit betrachtet allerdings ist fast schon der Normalfall. Rund 700 Dschihadisten haben sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien und Irak gemacht. 230 sind zurückgekehrt, 50 sollen für den IS gekämpft haben. Beinahe im Wochentakt kommt es nun zu Anklagen. Das zeigt: Die in mehreren Stufen verschärften Anti-Terror-Gesetze - sie ahnden zum Beispiel die Vorbereitung einer "schweren staatsgefährdenden Gewalttat" im Ausland - greifen. Aber allein die 230 Rückkehrer rund um die Uhr zu observieren, ist für die personell geschröpften Sicherheitsorgane unmöglich - wie diese auch hinter vorgehaltener Hand zugeben. Verschärft wird das Problem durch die dramatische Zunahme der Salafisten. 7000 Personen bekennen sich mittlerweile zu dieser radikal-islamischen Strömung. Oft arbeiten Rückkehrer und Salafisten-Zirkel Hand in Hand: Sie wollen den Nährboden für den Dschihad in Deutschland bereiten. Trotz aller Erfolge der Sicherheitsbehörden: Das Risiko von Anschlägen steigt - wie auch der Terroralarm Ende Februar in Bremen gezeigt hat.

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