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Weser-Kurier: Zum Treffen der Euro-Finanzminister schreibt Mirjam Moll:

Bremen (ots) - So wie Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras und Finanzminister Gianis Varoufakis in den ersten beiden Amtswochen vorpreschten, wird man sie nicht in den Brüsseler Ring steigen lassen. Denn das Unverständnis über deren Rückkehr zu alten Mustern ist groß: Wie soll ein aufgeblähter Beamtenapparat der maroden Wirtschaft wieder auf die Beine helfen? Ähnlich falsch ist der Aktionismus, mit dem Tsipras die dringend notwendigen Privatisierungen im Land stoppt - obwohl gerade sie endlich ausländische Investoren anzulocken schienen. Ein chinesischer Investor, der sich für den maroden Hafen in Piräus interessierte, wäre für Hellas ein Geschenk gewesen. Dabei signalisierte nicht nur die EU-Spitze, sondern auch die meisten der Staats- und Regierungschefs, dass man durchaus soziale Reformen erlauben will. Dass immer mehr Griechen von der Armenspeisung abhängig sind und mit Abfall ihre Ofen schüren, ist inzwischen durchgedrungen. Doch um nicht auch noch dafür die Unterstützung der europäischen Geldgeber zu verlieren, müssen sowohl Varoufakis als auch Tsipras endlich einsehen, dass die EU nicht die Rückkehr in alte Muster zulassen wird. Wenn beide darauf beharren, sind sie schon in Runde Eins geschlagen. Und Griechenland gingen bald die Lichter aus.

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