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Schwäbische Zeitung: Nur die echten Sünder büßen - Kommentar

Ravensburg (ots) - Die Aufregung um die Reform der Flensburger Punktekartei ist groß. Der Führerschein sei früher weg, Aufbauseminare würden teurer und vor allem Vielfahrer durch den Umbau der Sünderkartei besonders hart getroffen - soweit die Befürchtungen. Doch die sind übertrieben. Erstens betrifft die Punkteregelung nur noch die "echten" Sünder. Falschparker, Fahrer ohne Plakette in Umweltzonen oder gar ohne Zulassung bekommen zwar höhere Bußgelder aufgebrummt, aber keine Punkte mehr. Dagegen sind es Drängler, Raser und Rote-Ampeln-Überfahrer, die nach acht statt bisher 18 Punkten den Lappen abgeben müssen. Zweitens bleibt für den klassischen Einmal-Sünder die Möglichkeit erhalten, den Punktestand quasi durch Nachsitzen in Seminaren zu korrigieren. Insofern sollte die Reform den Autofahrern also eher Ängste nehmen als Angst machen. Denn wenn ein Vielfahrer künftig viele Punkte sammelt, dann wird das an einem zumindest streitbaren Fahrstil liegen. Und so einer geht besser früher als später zu Fuß. Wer anständig fährt, wird auch in Zukunft null Punkte auf dem Konto haben.

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