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Weser-Kurier: Zur Offshore-Energie schreibt Peter Mlodoch:

Bremen (ots) - Von zwei der wichtigsten Spieler auf dem Offshore-Markt kommen endlich positive Signale. Nach diversen Reibereien haben sich der Netzbetreiber TenneT und Siemens als Lieferanten der hochmodernen Übertragungstechnik zusammengerauft. Die Installation der Landanschlüsse für die Windparks auf hoher See schreitet zwar verspätet, aber jetzt doch geordnet voran. Das Ausbauziel der Bundesregierung bis 2020 scheint jedenfalls mehr als gesichert zu sein. Aber reicht das? Deutschland als angebliches Vorbild einer Energiewende hinkt hinterher. Dänemark und Belgien erzeugen mehr Seewindstrom; Großbritannien, das nicht gerade im Ruf einer umweltfreundlichen Nation steht, schafft sogar das Siebenfache der deutschen Megawatt-Leistung. Im Jahr 2030 könnten die Briten mehr als ein Viertel ihres Strommixes mit Seewind decken. In Deutschland wären es nach gegenwärtigen, aber ungesicherten Plänen lächerliche zehn Prozent. Mit ihrer selbst auferlegten Bescheidenheit verspielt die deutsche Politik gewaltige Chancen für sauberen Strom, für den Standort und für Jobs. Die Industrie tüftelt längst an Innovationen wie effizienten Karbon-Rotorblättern, die den Erzeugerpreis drücken. Es wäre schade, wenn die Ingenieurnation Deutschland davon nur bedingt profitieren würde.

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