Weser-Kurier

Weser-Kurier: Der "Weser-Kurier" (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 20. Dezember zur EU-Bankenunion

Bremen (ots) - Gefahren lauern auch bei den Kosten. Innerhalb von zehn Jahren wird ein europäischer Abwicklungsfonds aufgebaut - den die Banken befüllen. Im Ergebnis zahlen also am Ende deutsche Institute für die Schließung von Krisenbanken in Italien und Co. mit. Das Geld dafür dürften sie sich teilweise über höhere Gebühren von ihren Kunden holen - also dem Steuerzahler. Auch an anderer Stelle kommt der wieder ins Spiel. Überforderte Euro-Staaten können in der Not weiter beim Euro-Rettungsschirm ESM Hilfskredite zur Sanierung ihrer Institute beantragen - gegen Reformauflagen. Und hinter den nationalen Garantien im ESM steht der Steuerzahler. Zudem ist nicht genau geklärt, was genau passiert, wenn die Mittel im Abwicklungsfonds nicht ausreichen. Er soll Kredite aufnehmen können, aber wer dafür haftet, ist offen. Das Versprechen, die Steuerzahler zu schonen, könnte sich also im Ernstfall als Mogelpackung erweisen.

Pressekontakt:

Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Original-Content von: Weser-Kurier, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Weser-Kurier

Das könnte Sie auch interessieren: