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Umweltverbände beim Bundeskanzler: Schröder sagt Umweltverbänden Teilnahme in Johannesburg zu
Umweltverbände geben Bundeskanzler Aufgabenpaket für Johannesburg mit

Berlin (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung +++DNR+++BUND+++ DTB+++NABU+++WWF+++
Auf Initiative des Deutschen Naturschutzrings (DNR)
trafen heute die Spitzen von fünf großen deutschen
Naturschutzverbänden in Berlin mit Bundeskanzler Gerhard Schröder
zusammen.
Bei dem Treffen im Kanzleramt überreichten die Präsidenten des
Deutschen Naturschutzringes (DNR), Naturschutzbund Deutschland
(NABU), Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Umweltstiftung WWF
und des Deutschen Tierschutzbundes (DTB) an Bundeskanzler Gerhard
Schröder einen Forderungskatalog für den Weltumweltgipfel in
Johannesburg. Hauptforderungen der Verbände sind die Reduzierung der
Treibhausgase in Deutschland um 40 Prozent gegenüber 1990 bis 2020
sowie die Steigerung der Entwicklungshilfe auf jährlich 0,7 Prozent
des Bruttoinlandsproduktes bis 2007. Notwendig seien die Begrenzung
der negativen Folgen der Globalisierung. Umweltabkommen sollten
zukünftig einen höheren Stellenwert als Handelsabkommen erhalten.
Rot-Grün habe in wichtigen Bereichen den Stillstand in der
Umweltpolitik beendet, sagte
Hubert Weinzierl, Präsident des Naturschutz-Dachverbandes DNR. Die
Schaffung eines modernen Naturschutzgesetzes, die ökologische
Steuerreform und die Agrarwende seien Meilensteine einer
zukunftsfähigen Politik. Die von der Bundesregierung vorgelegte
"Nationale Nachhaltigkeitsstrategie" sei ein wichtiger Schritt zu
einer planmäßigen und langfristigen Umweltpolitik. Sie entspreche dem
Auftrag von Rio und sei ein wichtiger Beitrag für Johannesburg.
Positiv sei die Festlegung auf 21 quantitative Ziele und Indikatoren,
die Reduzierung des Flächenverbrauchs auf 30 ha bis 2020 und die
Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien. Allerdings fehlten
absolute Ziele bei der Ressourcenschonung und die Einlösung der
Zusage von Rio, jährlich 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für
Entwicklungshilfe aufzuwenden. Weinzierl begrüßte die Bereitschaft
von Bundeskanzler Schröder, Deutschland selbst beim
UN-Entwicklungsgipfel in Johannesburg zu vertreten und dort eine
aktive Rolle zu übernehmen.
Angelika Zahrnt, BUND-Bundesvorsitzende: "Bundeskanzler Schröder
wird in Johannesburg schwere Aufgaben zu bewältigen haben. Die USA
zusammen mit Kanada, Australien und den OPEC-Staaten verhindern seit
Monaten Fortschritte in der globalen Umwelt- und Klimapolitik. Nach
den schwierigen Vorverhandlungen kommt es in Johannesburg darauf an,
dass die EU-Länder zusammen mit den Ländern des Südens die Initiative
ergreifen. Die Teilnehmerstaaten müssen den negativen Folgen der
Globalisierung klare soziale und ökologische Grenzen setzen."
Der Präsident des WWF Carl- Albrecht von Treuenfels  betonte die
Bedeutung eines globalen Schutzes der biologischen Vielfalt. Mit dem
neuen Bundesnaturschutzgesetz sei in Deutschland eine richtig und
wichtige Weichenstellung für einen besseren Naturschutz  vorgenommen
worden. Jetzt gehe es um eine schnelle Umsetzung durch die Länder.
Aber auch der Bund sei in der Pflicht. So gehe es beispielsweise
darum an der Elbe auf dem ökologisch und ökonomisch unsinnigen
Flussausbau zu verzichten.
Jochen Flasbarth, Präsident des NABU würdigte die Einleitung einer
ökologischen Agrarwende in Deutschland. Notwendig sei nun eine
globale Agrarwende mit einer nachhaltigen Bodennutzung.
Agrarsubventionen seien stärker an ökologische Kriterien zu knüpfen.
Dagegen seien in der Verkehrspolitik die notwendeigen Veränderungen
erst im Ansatz erkennbar. So sei die Einführung der LKW-Maut ein
erster Schritt zu mehr Wettbewerbsgleichheit zwischen Bahn und LKW.
Andere Schritte müssten dringend folgen, so etwa die Senkung der
Mehrwertsteuer auf Bahnfahrten im Fernverkehr.
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel,
würdigte vor allem die Abschaffung der Käfighaltung für Legehennen
und die Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz
sowie weitere Verbesserungen der Tierhaltungsbedingungen in Folge der
eingeleiteten Agrarwende auf nationaler Ebene. Bundeskanzler Schröder
habe jetzt die Chance, in Johannesburg weltweit für bessere Standards
in der Landwirtschaft zu werben und Verbesserungen bei der
Nutztierhaltung und bei Tiertransporten durchzusetzen.
Weitere Informationen:
Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär 
Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn
Tel. 0228 / 3590-05, Fax ?96
mobil: 0160 / 97 209 108

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