Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Weitere Eintrübung der ostdeutschen Bauwirtschaft im 3. Quartal 2001

    Berlin (ots) -

    Weitere Eintrübung der ostdeutschen Bauwirtschaft im 3. Quartal 2001:

    - 13 % Umsatzrückgang
    - 11 % weniger Aufträge
    - 16 % weniger Beschäftigte
    
    Die konjunkturelle Talfahrt im ostdeutschen Bauhauptgewerbe nimmt
kein Ende: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der
neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ging der
baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe im 3. Quartal 2001 - zum
achten Mal in Folge - zurück und zwar um 12,8 %. Für die ersten drei
Quartale ergibt sich damit ein Minus von 16,9 %. Der weitere Einbruch
der Auftragseingänge von 11,1 % im 3. Quartal (1. - 3. Quartal: -
15,4 %) lässt auch für die nahe Zukunft nichts Gutes erwarten. Die
Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl sind gravierend: Ende des 3.
Quartals waren 256.000 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe tätig; das
sind 16,4 % weniger als noch vor einem Jahr. Die DIHK-Herbstumfrage
lässt auch im nächsten Jahr keine wesentliche Besserung erwarten. Nur
6 % der befragten ostdeutschen Bauunternehmen hoffen auf ein
günstigeres Geschäftsjahr 2002. Jedes zweite Unternehmen befürchtet
eine erneute Reduktion des Geschäftsvolumens.
    
    Weiterhin ist der Wohnungsbau besonders stark betroffen: Der
baugewerbliche Umsatz verzeichnet im 3. Quartal ein Minus von 26,6 %
(1. - 3. Quartal: - 28,5 %). Die Nachfrage nach Wohnungsbauleistungen
blieb um - 26,3 % hinter dem Vorjahresniveau zurück. Für die ersten
drei Quartale 2001 ergibt sich ein Rückgang von 33,5 %. Eine
Trendwende ist vorerst nicht zu erwarten: Denn auch die
Baugenehmigungen sind in den ersten neun Monaten um 24,6 %
zurückgegangen.
    
    Der baugewerbliche Umsatz im Wirtschaftsbau ging im 3. Quartal um
5,4 % zurück. Die ersten drei Quartale schließen mit einem Minus von
11,5 %. Die leichte Erholung, die sich Anfang des 3. Quartals in der
Nachfrage nach Wirtschaftsbauleistungen abgezeichnet hatte, wurde jäh
unterbrochen. Die Ereignisse vom 11. September drücken die Stimmung:
Der Auftragseingang ging im September um 15,8 % zurück. Insgesamt
verzeichnet das 3. Quartal ein Minus von 7,8 % (1. - 3. Quartal: -
13,6 %). Dies ist vor allem auf den Wirtschaftshochbau mit - 13 %
zurückzuführen; der Wirtschaftstiefbau weist hingegen nur ein Minus
von 0,5 % auf.
    
    Auch die öffentlichen Auftragsgeber sind sehr zurückhaltend. Der
baugewerbliche Umsatz ging im 3. Quartal um 6,3 % zurück. Die ersten
drei Quartale verzeichnen einen Rückgang von 10,4 %. Der Anstieg des
Auftragseingangs im 2. Quartal um 0,7 % setzte sich nicht fort. Die
Nachfrage blieb im 3. Quartal um 6,5 % unter dem Vorjahresniveau (1.
- 3. Quartal: - 5,4 %). Selbst der Straßenbau, der im 2. Quartal
anzog und den gesamten Öffentlichen Bau zu einem Plus verhalf, ist
seit Juli wieder rückläufig. Für die nahe Zukunft ist kein Anstieg zu
erwarten, da die Umschichtung der von der DB AG nicht abgerufenen
Mittel in Straßenbauprojekte - trotz des aufgestauten Baubedarfs -
nun doch nicht erfolgen soll.
    
    
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