Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Bauhauptgewerbe 2014: Punktlandung am Bau - Umsatz legt im Gesamtjahr 2014 wie erwartet um 4 % zu. Dem starken ersten Halbjahr folgte allerdings ein schwaches zweites.

Berlin (ots) - Die Bauwirtschaft legte 2014 nahezu eine Punktlandung hin: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, stieg der Umsatz im Gesamtjahr um nominal 4,1 % und übertraf damit die Verbandsprognose sogar noch leicht. Die größeren Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten sogar ein Umsatzplus von 4,4 %. Die Bauunternehmen können mit diesem Ergebnis zwar zufrieden sein, allerdings fehlte der Baukonjunktur nach einem guten Jahresstart letztlich der Schwung: Während der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im ersten Halbjahr - auch witterungsbedingt - um 12,8 % zulegte, sank er im zweiten Halbjahr um 1,0 %. Im Dezember wurde sogar ein Minus von 1,6 % gemeldet - trotz milder Temperaturen und eines zusätzlichen Arbeitstages.

Auch die Aussichten trüben sich ein: Die Baubetriebe meldeten im Dezember einen Rückgang der Ordertätigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat von nominal 4,0 % (real: - 5,0 %). Das Gesamtjahr schließt mit einem Minus von 0,5 % (real: - 1,8 %). Entsprechend verunsichert schauen die Bauunternehmen in die Zukunft: Für das laufende Jahr rechnen zwar noch 84 % der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) im Rahmen der aktuellen Konjunkturumfrage befragten Bauunternehmen mit einer besseren (15 %) bzw. gleichbleibenden (69 %) Geschäftslage, der Anteil der Pessimisten ist binnen Jahresfrist aber um fünf auf 16 % gestiegen. Insbesondere die Entwicklung der Inlandsnachfrage gibt Anlass zur Sorge: Knapp die Hälfte der Befragten, von den Großunternehmen sogar 58 %, sieht hierin ein Risiko für die eigene wirtschaftliche Entwicklung.

Der Wohnungsbau war 2014 die stärkste Stütze der Baukonjunktur, der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten legte um 7,8 % zu, der Auftragseingang stieg um 4,3 %. Die Bausparte hat auch im vergangenen Jahr von den niedrigen Zinsen, der guten Arbeitsmarktlage und dem Wunsch von Kapitalanlegern nach einer wertbeständigen Investition profitiert. Zum Jahresende stieg der Umsatz nur leicht (+ 1,4 %), die Nachfrage war allerdings ungebrochen und legte um 14,9 % zu. Damit war der Wohnungsbau im Dezember die einzige Bausparte mit einem Orderplus.

Den stärksten Rückgang verzeichnete im Dezember der Öffentliche Bau: Die Nachfrage der Gebietskörperschaften brach um 16,1 % ein - die Etats waren zum Ende des Jahres leer. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Orderrückgang von 3,5 %, ein schlechtes Zeichen für die Entwicklung im laufenden Jahr. Demgegenüber legte der Umsatz 2014 um 3,2 % zu - er profitierte noch von den hohen Auftragseingängen des Vorjahres. Dies galt aber nicht mehr für das Jahresende: Im Dezember sank die Bauleistung um 1,8 %.

Der Wirtschaftsbau konnte sich im Gesamtjahr 2014 gegen die im vergangenen Jahr vorherrschende gesamtwirtschaftliche Unsicherheit behaupten: Der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten legte um 3,7 % zu. Aufgrund der schwächeren Auftragslage - der Auftragseingang sank 2014 um 0,2 %, im Dezember sogar um 3,6 % - meldeten die Baubetriebe zum Jahresende allerdings einen Umsatzrückgang von 2,7 %. Der Hauptverband erwartet für dieses Jahr aber eine leichte Erholung. Dies deckt sich auch mit den Ergebnissen der aktuellen DIHK-Umfrage, welche im Vergleich zum Herbst einen leichten Anstieg der Investitionsabsichten der Industrieunternehmen aufgrund einer verbesserten Geschäftserwartung ergab.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Pressekontakt:

Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann 
Funktion: Leiter Kommunikation / Pressesprecher
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de
Original-Content von: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Das könnte Sie auch interessieren: