Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Hunde und Katzen jetzt unter dem Schutz der EU
Nach dem Ministerratssitzung am Montag amtlich

Hamburg (ots) - VIER PFOTEN begrüßt das Ergebnis der Initiative Belgiens, dass die Europäische Union ihre Kompetenz im Bereich Tierschutz künftig auf Hunde und Katzen ausdehnen wird. Nach der heutigen Tagung des Ministerrates wird es amtlich sein: Der Schutz dieser Tiere wird in den neuen Tierschutzaktionsplan (2011-2016) Eingang finden und Regelungen für Hunde und Katzen werden harmonisiert.

Grund dafür ist zum einen der Tierschutzartikel Art. 13 im Lissabon Vertrag als eine der Grundlagen des politischen Handelns der EU, zum zweiten die großen Unterschiede bei den Mitgliedstaaten in der Einstellung der Bevölkerung gegenüber Hunden und Katzen. Diese kommt besonders in der Behandlung von Streunertieren zum Ausdruck. Außerdem findet durch illegalen Welpenhandel Marktverzerrung statt, die es zu unterbinden gilt. Nicht zuletzt geht es auch um Gesundheit für die Tiere - der Schutz dieser ältesten Heimtiere liegt der großen Mehrzahl der europäischen Bürgerinnen und Bürger am Herzen.

Helmut Dungler, Präsident von VIER PFOTEN, betont: "Wir danken der belgischen Regierung, insbesondere Ministerin Onkelinx, sehr für die Initiative und die gute Kooperation. Die Verantwortung der EU auch für Hunde und Katzen ist ein großer Schritt für den Tierschutz."

Dieses Ergebnis ist ganz besonders ein Erfolg von VIER PFOTEN. Das VIER PFOTEN-Europabüro in Brüssel hat zwei vielbeachtete Konferenzen zum Thema Heimtiere in der EU durchgeführt. Außerdem wurde eine Themenwebseite erstellt, die gemeinsam mit der belgischen Regierung vorgestellt wurde ( www.carodog.eu ), ein europäisches Netzwerk zur EU-weiten Registrierungspflicht mit Anbietern, Anwendern und Experten aufgebaut und in mehreren Ländern eine Kampagne zum illegalen Welpenhandel durchgeführt. "Nun müssen wir dafür sorgen, dass die Harmonisierung auf dem höchsten Niveau stattfindet und sich nicht an den Standards der tierschutzfernen Staaten orientiert ", erklärt Helmut Dungler abschließend.

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