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Neue Zollgesetze stellen den deutschen Außenhandel vor enorme Herausforderungen - Zollstudie 2008 zeigt Nachholbedarf der außenhandelsorientierten deutschen Unternehmen

Dortmund (ots) - EU-weit gültige Neuerungen im Zollrecht machen es notwendig, dass Unternehmen ihre internen Prozesse immer wieder hinterfragen und neu organisieren. So sehen die jüngsten gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Union (EU) unter anderem vor, dass Zollanmeldungen ab dem 1. Juli 2009 nur noch elektronisch abgewickelt werden können. Den Unternehmen bleiben nur noch wenige Monate, um die Umstellung von der papiergestützten auf die elektronische Abwicklung vorzunehmen. Was zu tun ist, um diesen Termin einzuhalten, ist für am Außenhandel teilnehmende Unternehmen derzeit eine zentrale Frage und Herausforderung zugleich. Daher hat sich die diesjährige Zollstudie "Zoll in Bewegung" diesem Thema gewidmet und die Positionierungsstrategien der exportorientierten deutschen Wirtschaft untersucht. Herausgeber der empirischen Befragung sind das Dortmunder IT-Beratungsunternehmen MATERNA GmbH, die AWB Steuerberatungsgesellschaft mbH, die AWA AUSSENWIRTSCHAFTS-AKADEMIE GmbH und das Institut für Steuerrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Interessierte Unternehmen können die vollständige Auswertung unter www.zollstudie.de anfordern.

Dass das Thema den Unternehmen unter den Nägeln brennt, verdeutlicht die hohe Beteiligung von knapp 900 Unternehmen. Die Studie hat gezeigt, dass Unternehmen, die ihre Logistik- und Zollprozesse konsequent in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten stellen und ihre Unternehmensorganisation prozessorientiert gestalten, deutlich besser auf die gesetzlichen Änderungen vorbereitet sind. Insgesamt begreifen die befragten Unternehmen die Veränderungen durchaus als Chance und restrukturieren ihre Geschäftsprozesse oder durchleuchten ihre derzeitigen Organisationsstrukturen. Den befürchteten Verschlechterungen durch die neuen gesetzlichen Vorgaben, wie beispielsweise der Wegfall von Erleichterungen in der Zollabfertigung, stehen die Unternehmen eher gelassen gegenüber.

Insgesamt sehen sich zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen gut ein halbes Jahr vor Inkrafttreten der neuen Exportregeln bereits heute organisatorisch gut aufgestellt. Demgegenüber sehen dennoch 43 Prozent der Befragten das Risiko, den Termin zum 1. Juli 2009 zu überschreiten. Hierbei ist vor allem kritisch anzusehen, dass trotz dieser Bedenken immerhin ein Drittel der Unternehmen keine Alternative für den Fall einer nicht fristgerechten Umsetzung der gesetzlichen Verpflichtungen vorsehen. Nur 12 Prozent sehen hier keinerlei Risiken.

Im Hinblick auf künftige Entwicklungen sind die Erwartungen im deutschen Außenhandel hoch. So stimmen 84 Prozent der Befragten der These zu, dass die radikale Reform der Ein- und Ausfuhrzollverfahren und die dadurch verringerte Anzahl der Verfahren, wie sie im modernisierten Zollkodex geplant sind, zu einer Erleichterung der Zollabwicklung führt. Darüber hinaus erwarten die Unternehmen eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit.

Zur gesamten Meldung: www.materna.de/zollstudie2008

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