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Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Gertz fordert sozial gerechtes Umsetzungsmodell
Bundespressekonferenz zu Reduzierung der Bundeswehr

Berlin (ots)

Der Deutsche BundeswehrVerband fordert ein sozial
gerechtes Umsetzungsmodell für die von Verteidigungsminister Peter
Struck angekündigte Reform der Bundeswehr "Neue Aufgaben - Neuer
Kurs". "Die Entscheidungen des Ministers werden erneut gravierende
Auswirkungen auf Struktur und Standorte und somit auf die sozialen
Bedingungen der Angehörigen der Bundeswehr haben. Sie sind aber auch
aus Sicht des Deutschen BundeswehrVerbandes notwendig, um Auftrag,
Mittel und Fähigkeiten der Bundeswehr endlich in ein ausgewogenes
Verhältnis zu bringen", sagte DBwV-Bundesvorsitzender Oberst Bernhard
Gertz am 7. Oktober in der Bundespressekonferenz in Berlin.
Gertz mahnte an, die Veränderungen sozial gerecht für die unteren
Einkommensgruppen umzusetzen. Ein verheirateter Oberfeldwebel mit
zwei Kindern verdiene im Westen 1990 Euro brutto, im Osten 1810 Euro.
"Auf diesem Personal lasten ein Großteil der Auslandseinsätze und die
Auswirkungen der ständigen Strukturänderungen." Der DBwV- Vorsitzende
forderte den Erhalt der Pendlerpauschale und bei Standortauflösungen
die Anwendung des Bonn-Berlin-Gesetzes für die Soldatenfamilien. Dies
sieht bei Bundesbediensteten bezahlte wöchentliche Heimfahrten und ab
500 Kilometer Entfernung zwischen Standort und Wohnung die Übernahme
der Flugkosten sowie günstige Baudarlehen vor.
Verteidigungsminister Struck hatte in der vergangenen Woche die
Reduzierung der Streitkräfte von derzeit rund 280 000 auf 250 000
Soldatinnen und Soldaten angekündigt. Den zivilen Personalkörper will
er von 128 000 Beschäftigten bis 2010 auf 75 000 Dienstposten
reduzieren. Gertz: "Struck ist in eine Situation geraten, in der er
den Investitionsstau der vergangenen Jahre auflösen muss. Die
Hoffnungen, Erwartungen und Wünsche mit Blick auf die Erlöse der
Privatisierung und der Veräußerung von Liegenschaften haben sich
nicht erfüllt."  Auch fehle die von der "Weizsäcker-Kommission" für
erforderlich gehaltene Anschubfinanzierung zum Umbau der
Streitkräfte.
Die Soldatinnen und Soldaten hätten das Vertrauen in die
politische Führung in den vergangenen 13 Jahren nachhaltig verloren,
kritisierte Gertz. "Für Minister Struck wird es entscheidend sein,
dieses Vertrauen wieder herzustellen. Die Politik muss zeigen, dass
sie an die Menschen denkt. Wir verlangen nichts Unmögliches, denn die
sozialen Maßnahmen sind finanzierbar."

Pressekontakt:

Jürgen Meinberg
Tel.-Nr.: 0228/3823-212
Wilfried Stolze
Tel.-Nr.: 030/804703-30

Original-Content von: Deutscher BundeswehrVerband (DBwV), übermittelt durch news aktuell

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