Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus"

Tiere im Zirkus: Aktionsbündnis wirft dem Stadtrat von Hameln oberflächliches und leichtfertiges Verhalten vor

Tiere im Zirkus: Aktionsbündnis wirft dem Stadtrat von Hameln oberflächliches und leichtfertiges Verhalten vor
Tigerdressur im Circus Manuel Weisheit. - Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags haben 2015 in der Untersuchung "Sachstand Wildtierhaltung im Zirkus" Folgendes festgestellt: "Trotz umfassender Recherche konnten keine unabhängige Studien gefunden werden, die belegen, dass es sich bei der Haltung von 'Wildtieren' im Zirkus nicht ...

Kirchheimbolanden (ots) - Der Stadtrat der Stadt Hameln hat am 15. 06. 2016 einstimmig beschlossen, Zirkusbetrieben, die sog. Wildtiere mit sich führen, in Zukunft keine Auftrittsgenehmigung auf öffentlichen Flächen mehr zu erteilen. Das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus" wirft den Ratsmitgliedern oberflächliches und leichtfertiges Verhalten vor. Offensichtlich haben die Lokalpolitiker von Hameln die zahlreichen Argumente der Zirkusbefürworter nicht ernsthaft geprüft, ja möglicherweise gar nicht zur Kenntnis genommen.

Lokalpolitiker, die über kommunale Wildtierverbote entscheiden, sollten sich zunächst klar machen, dass das Tierschutzgesetz die Haltung von Wildtieren im Zirkus unter bestimmten Bedingungen ausdrücklich zulässt. Kommunale Wildtierverbote stehen also zu den Regelungen des Bundes im Widerspruch. Dann sollten sie bedenken, dass der deutsche Bundestag schon mehrmals Anträge für ein bundesweites Wildtierverbot abgelehnt hat, weil die Zirkusgegner keine ausreichende Begründung für ihr Ansinnen liefern konnten.

Zudem sollten bei einem solchen Entscheidungsprozess die folgenden Fakten eine Rolle spielen:

Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags haben 2015 in der Untersuchung "Sachstand Wildtierhaltung im Zirkus" Folgendes festgestellt: "Trotz umfassender Recherche konnten keine unabhängige Studien gefunden werden, die belegen, dass es sich bei der Haltung von 'Wildtieren' im Zirkus nicht nur in Einzelfällen um Tierquälerei handelt bzw. das Wohl der Tiere beeinträchtigt ist."

Diese Erkenntnis stimmt mit den Ergebnissen einer Untersuchung überein, die die britische Regierung im Jahre 2007 in Auftrag gegeben hat. Dort ist zu lesen, dass es keine überzeugenden und kohärenten Argumente für die Behauptung gebe, dass es Wildtieren in Zirkussen besser oder schlechter gehe als in anderen Haltungseinrichtungen, wie z. B. in Zoos oder Safari-Parks.

Beide Untersuchungen gründen sich auf die Forschungsergebnisse zahlreicher Wissenschaftler, die sich vor Ort ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Auf der Basis von Verhaltensbeobachtungen und Stressmessungen kommen diese Wissenschaftler übereinstimmend zu dem Schluss, dass eine tier- und verhaltensgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus möglich ist und in verantwortungsvollen Unternehmen auch realisiert wird. Das Training in der Manege habe eine stimulierende Wirkung auf die Tiere und fördere deren körperliche und geistige Fitness.

Eine ausführliche Darstellung sämtlicher Studien findet sich auf der Homepage des Aktionsbündnisses "Tiere gehören zum Circus" (siehe unten).

Das Aktionsbündnis fordert alle deutschen Kommunalpolitiker, an die Anträge für lokale Wildtierverbote herangetragen werden, dazu auf, sich in dieser wichtigen Angelegenheit an seriösen, überprüfbaren Forschungs- und Untersuchungsergebnissen zu orientieren - und nicht an den fragwürdigen Parolen umstrittener Tierrechtsvereine.

Der Text wurde von Dirk Candidus geschrieben.

Pressekontakt:

Dirk Candidus,
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