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Schwäbische Zeitung: Das wird kein Spaziergang - Kommentar

Ravensburg (ots) - Leicht wird das nicht. Ein Entgeltgleichheitsgesetz will Manuela Schwesig als nächstes in Angriff nehmen. Doch der Wirtschaft schwant schon das Unheil: Die Firmen befürchten noch mehr Bürokratie.

Die Gegner einer neuen Regelung führen tausend Gründe ins Feld, warum Frauen weniger verdienen. Sie bekommen Kinder und arbeiten Teilzeit, sie sind seltener in Führungspositionen. Das stimmt, doch selbst wenn die Statistiker all das herausgerechnet haben, bleibt noch eine Lohnlücke von sieben bis acht Prozent übrig. Die fällt auch Nicht-Statistikern ins Auge, wenn sie sich nur die klassischen Frauenberufe anschauen, die auf breiter Front schlechter bezahlt sind als Männerberufe. Die Altenpflegerin und die Kindergärtnerin erreichen selten die Stundenlöhne von Maurern oder Gabelstaplerfahrern.

Deshalb ist es richtig, dafür zu sorgen, dass Frauen nachziehen. Es ist ein gutes Ziel, sich für eine Aufwertung von Pflege, Betreuung und Erziehung einzusetzen. Das geplante Instrumentarium eines Entgeltgleichheitsgesetzes klingt allerdings schwierig. Die SPD-Bundestagsfraktion hat schon vor Jahren mühsam an Eckpunkten gearbeitet. Denn Transparenz in den Gehaltsstrukturen zu schaffen, ohne Gehälter offenzulegen, ist kompliziert. Mehr Gerechtigkeit zu erreichen, ist es aber auch.

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