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Schwäbische Zeitung: Kommentar zur Lage in Libyen: Libyen braucht Europa

Ravensburg (ots) - Libyens früherer Machthaber Muammar al-Gaddafi war der Meinung, er müsse sein Land mit harter Hand führen. Für den Westen hatte das nicht nur unangenehme Seiten.

Der Imperator mochte unberechenbar sein, sein Volk unterdrücken und Terroristen unterstützen. Aber er war einigermaßen verlässlich als Geschäftspartner und diente sich gegen Profit als Verbündeter im Kampf gegen die Migration über das Mittelmeer an.

Sind wir nun angesichts der sich dramatisch verschärfenden Sicherheitslage in Tripolis und in Bengasi etwa so weit, die alten diktatorischen Zeiten unter Gaddafi zu beschwören, in denen man noch einigermaßen wusste woran man ist? Das wäre fatal. Denn die Libyer haben - mit Unterstützung der Nato - vor drei Jahren eine Diktatur gestürzt, sie haben Parlamentswahlen abgehalten und sich an einem mühsamen demokratischen Prozess versucht.

Dass sie dabei Hilfe brauchen, versteht sich, schon allein, um ein Übergreifen der Kämpfe auf die nordafrikanischen Nachbarn zu verhindern. Diese Hilfe wird aus Europa kommen müssen.

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