Bundeskriminalamt

BKA: 50.000 Datensätze: DNA-Analyse-Datei hat sich bereits hervorragend bewährt

      Wiesbaden (ots) - Die Polizei Friedberg/Hessen konnte jetzt
mit Hilfe der DNA-Analyse-Datei eine acht Jahre zurückliegende
Vergewaltigungsserie aufklären. Der mutmaßliche Täter befindet
sich zur Zeit wegen anderer Sexualdelikte in Untersuchungshaft.

    Wie dieser Fall exemplarisch zeigt, hat sich die DNA-Analyse-Datei, die am 17.04.1998 beim Bundeskriminalamt eingerichtet wurde, als zusätzliches Instrument der Verbrechensbekämpfung sehr gut bewährt. Neben der Fingerabdruck-Identifizierung (Daktyloskopie) hat sich die DNA-Analyse als zweites Standbein zur Identifizierung von Tatverdächtigen etabliert.

    Diese Woche ist der Bestand der DNA-Analyse-Datei beim BKA auf über 50.000 Datensätze angestiegen. Aktuell sind 50.530 Datensätze erfasst, die sich in 5.804 Spuren- und 44.726 Personendatensätze aufgliedern.

    Bundeskriminalamt und Landeskriminalämter stellen die Daten von Beschuldigten, Verurteilten sowie unbekannten Spurenlegern in die Datei ein und recherchieren in den Beständen.     Bei Recherchen in der Datei gab es bis zum 30.06.2000 insgesamt 741 Treffer:

- 404 Straftaten wurden aufgeklärt (Treffer Spur zu Person  
  oder Person zu Spur),                                            
    - 337 Straftaten wurden zusammengeführt (Treffer von Spur zu
  Spur), d.h. Spuren von verschiedenen Tatorten wurden einem  
  bislang unbekannten Spurenleger zugeordnet.

    Die weitaus meisten Straftaten wurden im Bereich des Diebstahls im besonders schweren Fall (579 Fälle), insbesondere Einbruchsdiebstähle, geklärt oder zusammengeführt; weitere Erfolge gab es bei Raub und Erpressung (68), Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (54) und Straftaten gegen das Leben (28).

    Bei Straftaten von erheblicher Bedeutung, insbesondere bei Verbrechen oder Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung, gefährlicher Körperverletzung, Erpressung oder Diebstahl im besonders schweren Fall können Körperzellen entnommen bzw. entsprechendes Spurenmaterial gesichert und die hiervon erstellten DNA-Identifizierungsmuster in der DNA-Analyse-Datei erfasst werden. Die Identifizierungsmuster beschuldigter Personen und verurteilter Straftäter werden gespeichert, wenn u.a. die Prognose erstellt wird, dass diese Personen zukünftig erneut als Straftäter in Erscheinung treten könnten.

ots-Originaltext: Bundeskriminalamt

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