Polizeiinspektion Cuxhaven

POL-CUX: Betrügerische Trickdiebe in Brake aktiv + Raubüberfall in Lemwerder aufgeklärt

Cuxhaven / Wesermarsch (ots) - Betrügerische Trickdiebe in Brake aktiv

Brake. Schon des öfteren wurde in den Medien auf die Masche der sogenannten Schockanrufer hingewiesen, die im gesamten norddeutschen Raum ihre Masche versuchen und damit vor allem unter den russischen Zuwanderern für Unruhe sorgen. Die Methode ist stets gleich: Es wird eine schwerwiegende Notlage am Telefon vorgetäuscht; meistens ein schwerer Unfall oder eine bevorstehende Operation. Das Gespräch wird dann auf den Bedarf an Bargeld gelenkt; die Angerufenen glauben in ihrer Aufregung, tatsächlich einen Verwandten am Telefon zu haben. Sodann werden stellvertretend Abholer angekündigt, die die Ersparnisse unmittelbar abholen. Danach verschwinden die Täter aus der Region. Manchmal wird sogar gemeinsam eine Bank aufgesucht, um dort Geld abzuheben. Von den in Brake am Donnerstag gegen 11 Uhr Angerufenen wurden zwei Versuche erkannt und deshalb aufgelegt; in einem Fall waren die Täter allerdings erfolgreich: Ein junger Mann glaubte seinen Onkel in einer Notlage. Während er noch vermeintlich mit ihm telefonierte, erschien ein weiterer Mann in der Wohnung am Rosenburgring und suchte mit ihm gemeinsam nach den Wertsachen der Eltern, die nicht zu Hause waren. Schließlich übergab er ihm ersatzweise den gesamten Familienschmuck im Wert von mehreren Tausend Euro. Die Polizei möchte nun wissen, wer im Bereich Rosenburgring und angrenzende Straße am Donnerstag Besonderheiten festgestellt hat, die zu der Tat passen könnten. So wird nach Personen gefragt, die im Bereich der Wohnblocks die Eingänge beobachteten und viel mit dem Handy telefonierten. Möglicherweise fuhren sie auch mit einem Wagen mit osteuropäischem Kennzeichen zwischen den Blocks umher, setzten Leute ab und nahmen sie andernorts wieder auf. Der Schmuckdieb wird wie folgt beschrieben: Etwa 21 bis 23 Jahre alt, ca. 175 cm groß und schlank, Osteuropäer, kurze dunkelbraune Haare, dunkle Jeans, schwarze dicke Daunenjacke (bei hohen Temperaturen). Wichtig ist der Polizei auch der Warnhinweis an die Bevölkerung. Bei der telefonischen Mitteilung über einen außergewöhnlichen Notfall, bei dem sofort Bargeld benötigt wird, sollte man äußerst skeptisch sein und zum Beispiel Nachfragen stellen, die nur der wirklich Betroffene beantworten könnte. Auch sollte man keine Fremden in die Wohnung lassen, sich einen Ausweis zeigen lassen und z.B. einen Nachbarn hinzuziehen, wenn man sich unsicher fühlt. Ein Rückruf bei dem vermeintlichen Opfer bringt meistens auch schnell Klarheit darüber, dass der Anrufer ein ganz anderer war.

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Raubüberfall in Lemwerder aufgeklärt

Lemwerder. Zwei 18 und 19 Jahre alte Männer aus Lemwerder konnten jetzt von der Polizei ermittelt werden, die am vergangenen Sonntagmorgen einen 46-Jährigen in dessen Wohnung brutal attackiert und ausgeraubt haben sollen (wir berichteten). Die jungen Männer hatten das spätere Opfer bei einem Kneipenbesuch kennengelernt. Alle Beteiligten hatten anscheinend ausgiebig Alkohol konsumiert und waren anschließend zu Fuß auf eine Tasse Kaffee in die Wohnung des Opfers gegangen. Hier soll es wegen einer Zigarettenstopfmaschine zum Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der Geschädigte mit Faustschlägen und Fußtritten massiv attackiert wurde. Während des Angriffs durchsuchte ein Täter die Wohnung nach mitnehmenswerten Gegenständen und erbeutete ein Handy, ein Telefon und das Portemonnaie des Opfers. Außerdem wird den Tatverdächtigen vorgeworfen, ihr Opfer unter Gewaltanwendung zur Herausgabe der Geheimzahl der EC-Karte gezwungen zu haben. Nach ihrer Flucht aus der Wohnung versuchten sie anschließend erfolglos, vom Konto des Überfallenen Geld abzuheben. Der 46-jährige Mann wurde aufgrund seiner Verletzungen vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert, konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Aufgrund von Zeugenaussagen ist es der Polizei nunmehr gelungen, die Raubtat aufzuklären. Die 18- und 19 Jahre alten Tatverdächtigen stammen aus geordneten familiären Verhältnissen und gehen einer Berufsausbildung nach. Als Tatmotiv gaben sie finanzielle Probleme und den exzessiven Alkoholgenuss an.

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