Polizeidirektion Hannover

POL-H: Europaweite Verkehrskontrollen

Hannover (ots) - Europaweite Verkehrskontrollen

Die Polizei hat bei länderübergreifenden Kontrollen - Schwerpunkte: Geschwindigkeit, Abstand und Überholen - in der letzten Woche (16.04. bis 22.04.2012) zahlreiche Verkehrsverstöße festgestellt.

Rasen kostet in Europa jedes Jahr bis zu 11 000 Menschen das Leben. Hauptunfallursache ist dabei überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit. 2011 gab es nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes insgesamt 305 938 Unfälle in Deutschland, bei denen Verkehrsteilnehmer zu Schaden kamen - darunter 68 890 Schwerverletzte und 4 002 Getötete. Von diesen Unfällen wurden 49 606 als sogenannte "Geschwindigkeitsunfälle" eingestuft - mit 16 Prozent der höchste Anteil in der Verkehrsunfallstatistik, neben anderen Ursachen wie Abstand, Vorfahrtmissachtung, Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Ergebnis Niedersachsen:

In Niedersachsen haben sich in der vergangenen Woche 1 257 Polizeibeamte an den europaweit stattfindenden Kontrollen beteiligt. Sie überprüften insgesamt 118.316 Fahrzeuge - darunter 115 715 PKW, 1 668 LKW, 253 Busse und 680 Motorräder. Das Ergebnis: 10 970 Fahrer waren zu schnell unterwegs - 6 822 wurden mit einem Verwarngeld bis 35 Euro belegt. In 4 148 Fällen überschritten die FahrerInnen die zulässige Höchstgeschwindigkeit sogar um mehr als 20 Stundenkilometer (km/h). Auf sie kommt ein Bußgeldverfahren zu, 436 davon müssen darüber hinaus mit einem Fahrverbot zwischen ein und drei Monaten rechnen - ihre Überschreitung betrug 40 km/h und mehr. Darunter befinden sich 417 PKW, elf Motorräder und acht LKW. Im Bereich Diepholz wurde ein Motorradfahrer mit 200 km/h gemessen - erlaubt waren 100 km/h. Und auf der Umgehungsstraße der Bundesstraße 4 in Uelzen stoppte die Polizei einen PKW Seat mit 254 km/h - hier betrug die zulässige Höchstgeschwindigkeit ebenfalls 100. 29 Fahrzeuglenker standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, in 22 Fällen ließen die Beamten eine Blutprobe entnehmen. Bei den übrigen sieben Fahrern reichte eine Atemalkoholmessung für eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Insgesamt 22 FahrerInnen waren ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs - gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Der Sicherheitsabstand wurde von 623 Fahrzeuglenkern unterschritten, davon waren 79 mit einem LKW unterwegs. Falsche oder unzulässige Überholvorgänge registrierten die Beamten in 86 Fällen.

Ergebnisse Polizeidirektion Hannover:

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover waren 105 Beamte an 41 Kontrollorten im Stadtgebiet und an den Bundesstraßen im Einsatz - sie überprüften 509 PKW, ein Motorrad und einen LKW. Die Bilanz: 353 Autofahrer waren zu schnell unterwegs, ebenso der kontrollierte Biker. Allerdings bewegte sich der überwiegende Teil der "Zu-schnell-Fahrer" im Verwarngeldbereich (213). Der gestoppte Motorradfahrer hingegen muss mit einem Bußgeld rechnen. In keinem der Fälle steht ein Fahrverbot im Raum. / st,ste

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