Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (729) Polizei klärt Serie von Buntmetalldiebstählen

    Neustadt/Aisch (ots) - Nach mehrmonatiger aufwändiger Ermittlungsarbeit sowie umfangreichen kriminaltaktischen Maßnahmen konnten Beamte der Kreisstadt-Inspektion einem überregional tätigen Einbrecher-Duo das Handwerk legen. Die 25 und 31 Jahre alten Männer hatten sich seit Sommer 2006 auf den Diebstahl von hochwertigem Buntmetall spezialisiert. Gegen die beiden Tatverdächtigen wurde zwischenzeitlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftbefehl erlassen.

    Grundlage des Ermittlungserfolges war einmal mehr eine reibungslos funktionierende Zusammenarbeit zahlreicher Fahndungs- und Polizeieinheiten aus Mittel- und Unterfranken. Auf die Spur der Serien-Diebe waren die Neustädter Ermittlungsbeamten im Rahmen intensiver Recherchen nach dem Diebstahl einer halben Tonne Kupfer in Langenfeld (Landkreis NEA) gestoßen. Anfang März klickten nun am jeweiligen Wohnsitz der Männer die Handschellen, nachdem gegen sie Haftbefehle erwirkt werden konnten. Bei mehreren Durchsuchungen im Raum Uffenheim und Ochsenfurt wurde im Anschluss Beweismaterial sichergestellt.

    Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen die Beschuldigten nachts mit einem Pkw-Kombi über das Land gefahren sein und in rund 50 Fällen Firmengelände und Baustellen vor allem im Raum Neustadt/Aisch, Uffenheim und Ochsenfurt sowie in der Region um das baden-württembergische Bad Mergentheim angesteuert haben. Gezielt hätten sie dort nach hochwertigem Altmetall gesucht und ihr Fahrzeug mit dem sperrigen Diebesgut teilweise bis an die Belastungsgrenzen beladen. Die beiden Diebe verschmähten auch Neuwaren, geringere Mengen Bargeld oder Werkzeuge nicht, die sie bei ihren Diebeszügen in Büros oder Baucontainern vorfanden. Einige Betriebe wurden von den Tatverdächtigen sogar mehrmals heimgesucht. Insgesamt erbeutete das Duo vor allem Kabel, Dachrinnen und Kupfer im Gesamtwert von mindestens 30.000 Euro. Das Buntmetall "versilberten" sie umgehend gewinnbringend bei verschiedenen Metallhändlern in Mittel- und Unterfranken. Die Polizei geht davon aus, dass so in den vergangenen Monaten rund 13 Tonnen Diebesgut abgesetzt wurde. Da die beiden Männer bei ihren nächtlichen Einbruchstouren nicht selten auch Tore und Zugänge mit eigens mitgeführten Nageleisen und Bolzenschneidern aufbrachen, entstanden auch erhebliche Sachschäden in Höhe von rund 10.000 Euro.

    Die in Untersuchungshaft sitzenden Tatverdächtigen, die im Raum Uffenheim bzw. Ochsenfurt wohnhaft sind, legten mittlerweile umfangreiche Geständnisse ab. Die beiden Arbeitslosen hätten aus Geldnot gehandelt, um mit dem Beuteerlös ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Allerdings räumten sie auch ein, einen größeren Betrag des stets einträchtig geteilten Verkaufserlöses "verzockt" zu haben.

    Stefan Schuster/hu


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