Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (749) Betrügerische Kreditvergabe durch Lastschriftverfahren

Nürnberg (ots) - Die Nürnberger Kriminalpolizei ermittelt derzeit gegen mehrere Personen, die in dringendem Tatverdacht stehen, betrügerisch über Lastschrifteinzugsverfahren Kredite an in finanziellen Schwierigkeiten steckende Unternehmen vergeben zu haben. In einer konzertierten Aktion des Fachkommissariats der Kriminalpolizeidirektion Nürnberg und in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg und der Steuerfahndung Nürnberg wurden Ende Mai bundesweit zahlreiche Wohnungen und Firmen durchsucht. Den Schwerpunkt bildete der Großraum Nürnberg. Insgesamt wird derzeit gegen mehrere Personen ermittelt, gegen zwei Tatverdächtige erging Haftbefehl. Teilgeständnisse wurden bereits abgelegt. Das Duo und ein weiterer in Haft sitzender Komplize räumten bonitätsschwachen Kunden einen Kredit ein, der keiner Schufa-Auskunft bedurfte. Voraussetzung war allerdings, dass das Konto des Kreditnehmers für das Lastschriftverfahren eingerichtet wurde. Als "Provision" für die Kreditgewährung verlangten die Tatverdächtigen 10 % der Kreditsumme. Nach den bisherigen Ermittlungen haben die Beschuldigten bei verschiedenen geschädigten Banken Kredite in Höhe von 2,7 Millionen Euro vermittelt, der entstandene Schaden durch die sog. "Lastschriftreiterei" beträgt ca. 600.000,-- Euro. Die drei Hauptbeschuldigten im Alter von 43 und 46 Jahren machen zum Sachverhalt keinerlei Angaben. Sie wurden wegen Betruges angezeigt. Ein 43-Jähriger ist zudem noch dringend tatverdächtig, mehrere Firmen, die stark verschuldet waren und kurz vor der Insolvenz standen, in betrügerischer Absicht "aufgekauft" und das noch vorhandene Anlagevermögen entsprechend verrechnet zu haben. Weitere Komplizen wurden dann als neue Geschäftsführer bestellt, sie waren jedoch nie erreichbar. Somit war es für die Gläubiger der verkauften Firmen nicht mehr möglich, ihre Forderungen geltend zu machen. Die Ermittlungen in beiden Fällen sind sehr umfangreich und dauern deshalb noch an. Bert Rauenbusch ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6013 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle Telefon: 0911/211-2011/-2012 Fax: 0911/211-2010 http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/ Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell

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