Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (288) Hausmeister am 17.02.2006 von Einbrechern überwältigt - Fallaufklärung

    Ansbach (ots) - Die Kripo Ansbach konnte nach der Festnahme von drei Tatverdächtigen im nordrhein-westfälischen Minden das Tatgeschehen und die Hintergründe des Überfalls auf einen 64-jährigen Rentner in Neunstetten (Lkr. Ansbach) rekonstruieren. Wie berichtet, hatten zwei zunächst unbekannte Einbrecher am Freitag, 17.02.2006, den Rentner im Keller eines Anwesens geknebelt und gefesselt, als dieser in Abwesenheit der Hausbewohner nach dem Rechten sehen wollte.

    Am Dienstagabend, 21.02.2006, klickten in Minden mehrmals die Handschellen. Unter Federführung des Ansbacher Raubkommissariats nahmen Beamte der Kripo Minden in Zusammenwirken mit einem Sondereinsatzkommando aus Bielefeld innerhalb von zwei Stunden zunächst eine 52-Jährige aus Bad Oeynhausen sowie zwei ihr bekannte Männer im Alter von 34 und 39 Jahren fest. In der "heißen Phase" waren in Bayern und Westdeutschland 60 Beamte im Einsatz. Bei Wohnungsdurchsuchungen und im sichergestellten Tatfahrzeug konnte Schmuck, Gold und Münzen im erheblichen Wert aufgefunden werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Wertsachen aus einem Tresor des Einfamilienhauses in Neunstetten stammen. Die Einbrecher hatten am frühen Morgen den massiven Wertschrank aufgebohrt und vollständig geleert. Sie erbeuteten auch zwei scharfe Schusswaffen mit Munition, so dass bei den Ermittlungen und Festnahmeaktionen größte Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Die Waffen seien nach Angaben der Festgenommenen in einem Gewässer entsorgt worden. Die entsprechenden Suchmaßnahmen dauern an. Bei einem weiteren Mann konnten in Bad Oeynhausen ebenfalls Beutestücke sichergestellt werden. Die Gegenstände waren ihm zur Aufbewahrung übergeben worden.

    Nach den Erkenntnissen der Ermittler war das Wohnhaus in der Nähe der Autobahn A 6 Nürnberg - Heilbronn gezielt ausgesucht worden. Der 52-Jährigen war sowohl die urlaubsbedingte Abwesenheit der Bewohner - eine 62-jährige Geschäftsfrau und ein 65-jähriger Pensionist - als auch aus einer persönlichen Beziehung heraus die Tatsache, dass sich in dem Haus Wertsachen befinden könnten, bekannt. Sie fuhr mit ihrem Pkw ihre beiden Bekannten in die abgelegene Siedlung und wartete während der Tatausführung in einer nahe gelegenen Autobahnraststätte. Mit dem hinzugekommenen 64-jährigen Rentner hatten die Einbrecher nicht gerechnet. Sie überwältigen ihn und ließen ihn in hilfloser Lage im Keller zurück. Erst nach etwa vier Stunden konnte sich der Mann selbst befreien und sich bei einem Nachbarn bemerkbar machen.

    Das Tätertrio war mit dem Pkw auf die Autobahn geflüchtet. Die Drei verfuhren sich jedoch in der Aufregung, und bei Ingolstadt (Oberbayern) trennten sie sich. Während die Frau mit dem Auto zurück nach Minden fuhr, reisten ihre Komplizen mit einem Taxi nach Hause.

    Den entscheidenden Hinweis hatte ein morgendlicher Fußgänger und Zeitungsleser gegeben, dem das Täterfahrzeug in der Wohnsiedlung aufgefallen war. Er merkte sich ohne konkreten Anlass Teile des Fahrzeugkennzeichens und gab seine Feststellung nach bekannt werden des Verbrechens umgehend an die Ermittlungsbehörden weiter.

    Gegen die drei Tatverdächtigen, die noch am Abend der Festnahme der Kripo Ansbach überstellt wurden, erließ das Amtsgericht Ansbach auf Antrag der Staatsanwaltschaft gestern Haftbefehle. Während sich die Frau und der 34-Jährige weitestgehend geständig zeigten, machte der 39-Jährige bisher von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Die Frau und der ältere der Inhaftierten sind bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten.


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