Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1388) Mutmaßlicher Serienbetrüger ermittelt

Nürnberg/Fürth (ots) - Der Fürther Kriminalpolizei gelang es nach intensiven Ermittlungen, einen mutmaßlichen Serienbetrüger festzunehmen. Der 46-Jährige brachte mehr als 20 Opfer um das Ersparte.

Der 46-jährige serbische Staatsbürger sprach im Zeitraum der letzten 18 Monate seine späteren Opfer meist vor einem Jobcenter in Nürnberg oder Fürth an und gaukelte vor, ein erfolgreicher Unternehmer zu sein. Weiterhin bot er an, dem jeweiligen Gesprächspartner bei der Gründung einer Selbstständigkeit im Bereich der Telekommunikation behilflich zu sein. Durch geschickte Gesprächsführung brachte er seine Opfer dazu, mehrere Handyverträge abzuschließen und ließ sich die entsprechenden Mobiltelefone oder Tablets aushändigen. Weiterhin schloss er eine Vielzahl weiterer Verträge unter falschen Personalien ab.

Anderen Geschädigten stellte er sich als Inhaber einer gut gehenden Gaststätte oder eines Vertriebs von Marmorheizplatten vor. Auch hier brachte er potenzielle Partner dazu, Geldbeträge für die Vermittlung von verschiedenen Geschäften, welche letztendlich nie zustande kamen, auszuhändigen.

Manche Geschädigte brachte der Tatverdächtige dazu, Kredite aufzunehmen und ihm das jeweilig geliehene Geld auszuhändigen. Mehrere Opfer mussten letztendlich Privatinsolvenz anmelden.

Nach umfangreichen Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats der Fürther Kriminalpolizei konnte der 46-Jährige am Donnerstag (28.07.2016) in Nürnberg festgenommen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand schädigte der Mann mindestens 20 Personen. Der bislang bekannte hierdurch entstandene Vermögensschaden wird auf circa 150.000 Euro geschätzt.

Es ist zu vermuten, dass eine Vielzahl von möglichen weiteren Geschädigten aus Scham bislang keine Anzeige erstattet hat. Diese werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 in Verbindung zu setzen.

Der 46-Jährige wurde dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Betrugs.

Michael Petzold/gh

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