Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (346) Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2012 - Auszüge (Vorjahreszahlen in Klammern)

Mittelfranken (ots) - Im Jahr 2012 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle in Mittelfranken leicht (+2,97 %). Es ereigneten sich 47730 (46.354) Verkehrsunfälle.

In Mittelfranken wurden bei Verkehrsunfällen 9086 (9193) Personen verletzt (-1,16%). Die Zahl der Verkehrstoten 73 (78) ging in Mittelfranken erneut zurück (-6,41%). Es ist das niedrigste Ergebnis seit Aufzeichnung der Statistik.

Die Alkoholunfälle stiegen von 556 auf 575 (+3,42%). Allerdings wurden dabei 5 (7) Personen getötet. Die Verletztenzahlen stiegen von 272 auf 303 (+ 11,40%).

Bei insgesamt 29 (39) Unfällen unter Drogen-/ Medikamenteneinfluss kam glücklicherweise niemand ums Leben. Im Vorjahr waren es noch zwei. 9 (14) Personen erlitten Verletzungen.

Die Unfallursache "überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit" steht in der Mittelfrankenstatistik an 4. Stelle. Bei den schweren Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten liegt sie allerdings an erster Stelle. Die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle stieg auf 3044 (2.704) (+12,57%). Bei den Geschwindigkeitsunfällen kamen 25 (18) Personen ums Leben (+ 38,89 %) und es wurden 1361 (1.344) (+1,26%) Personen verletzt. Das Polizeipräsidium Mittelfranken wird deshalb im Jahre 2013 in diesem Bereich sein besonderes Augenmerk auf die Verkehrsüberwachung und Verkehrsaufklärung richten und, falls notwendig, auf eine verbesserte Straßenraumgestaltung hinwirken.

Der Anteil der Altersgruppe "Junge Erwachsene" (18 bis 24 Jahre) am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beträgt 25,33%, obwohl der Bevölkerungsanteil nur bei 8 % liegt. Die jungen Erwachsenen sind deshalb die am stärksten gefährdete Altersgruppe. Von 4851 (4.796) Verkehrsunfällen mit Beteiligung von jungen Erwachsenen haben 2785 (2.702) Unfälle die jungen Erwachsenen als Hauptunfallverursacher selbst verursacht. Im Jahr 2012 kamen bedauerlicherweise 15 (6) junge Erwachsene ums Leben. Es wurden 1445 (1.431) junge Erwachsene verletzt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung sank auf 1833 (1.936) (-5,32%). Es kamen 7 (8) Menschen bei Fahrradunfällen zu Tode. Die Zahl der Verletzten verringerte sich auf 1673 (1.785) (- 6,27%). Besonders im innerstädtischen Bereich ignorieren Radfahrer häufig Verkehrszeichen und Verkehrsregeln, insbesondere gegenüber Fußgängern auf Gehsteigen und in Fußgängerzonen.

Die Zahl der Unfälle mit Kradfahrern stieg um drei auf 749, wobei 672 (684) (- 1,75%) verletzt und 8 (10) Personen getötet wurden.

Die Lkw-Unfälle stiegen leicht auf 2648 (2589). Hierbei wurden 206 (228) Lkw-Insassen verletzt und 4 (6) getötet.

Bei 3380 (3.282) (+2,99%) Verkehrsunfällen waren Senioren ab 65 Jahre beteiligt, dabei wurden 16 (25) getötet (-36%) und 785 (824) (-4,73%) verletzt. Die Senioren, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung 20% im Regierungsbezirk Mittelfranken beträgt, sind nur mit 11,32% als Hauptunfallverursacher am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beteiligt. Jeder fünfte Getötete im Straßenverkehr ist 65 Jahre oder älter.

Die Verkehrssicherheitsaktion "Bayern mobil - sicher ans Ziel" des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, die im Jahr 2012 startete, sieht eine Verringerung der Verkehrstoten in Bayern bis zum Jahr 2020 um 30% (Basisjahr 2011) vor. Neben präventiven Maßnahmen wie der Verkehrsaufklärung an Schulen wird die mittelfränkische Polizei auch weiterhin eine konsequente Verkehrsüberwachung durchführen. Die komplette Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2012, sowie der Stadt Nürnberg, steht im Internet unter

http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken

zur Verfügung.

Peter Schnellinger

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