Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (2) Mitschüler erpresst

      Fürth (ots) - In einem schlimmen Fall von Erpressung unter
Schülern hat die Jugendarbeitsgruppe der Fürther Polizei jetzt
die Ermittlungen abschließen können. Ende September 1999 hatte
eine Mutter bei der Polizei Anzeige erstattet, weil ihr
9-jähriger Sohn von einem 15-jährigen Mitschüler an der
Bushaltestelle zusammengeschlagen wurde. Die Frau hatte schon
vorher bemerkt, daß seit etwa einem Jahr aus ihrem Geldbeutel
immer wieder Geld fehlte. Es handelte sich dabei um Beträge von
wenigen Mark bis hin zu 200 Mark. Dabei kam insgesamt eine Summe
von etwa 1.000 Mark zusammen.

    Die Frau hatte ihr Kind auch schon beim Stehlen erwischt. Hier hatte das eingeschüchterte Kind aber gesagt, dass es einem Mitschüler Geld schulden würde. Von der Erpressung erzählte das Kind nichts. Erst als der Junge einmal nachts im Schlaf redete, wurde der Mutter klar, daß er erpresst wurde.

    Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der 9-jährige von dem 15-jährigen Mitschüler derart unter Druck gesetzt und durch Schläge gefügig gemacht wurde, dass er ihm immer wieder Geld gab. Weil sein Taschengeld nicht reichte, griff er in die Geldbörse seiner Mutter. Er übergab das Geld entweder im Schulhof, vor der Schule oder an der Bushaltestelle. Dort wurde er dann zusammengeschlagen, weil er kein Geld dabei hatte. Ein andermal wurde dem Jungen auf dem Schulweg die Jacke zerrissen.

    Der eingeschüchterte Junge machte auch bei der Polizei keine eindeutigen Angaben. Um die Sachverhalte zu klären, waren intensive und lange Vernehmungen des Kindes erforderlich. Trotzdem konnte nicht ganz sicher geklärt werden, ob der 15-Jährige alleine handelte oder ob zwei 13 und 14 Jahre alte Freunde des Täters in die Sache verwickelt waren. Der 15-jährige Schüler ist bei der Polizei wegen insgesamt 26 Straftaten aktenkundig. Er wird schon seit geraumer Zeit vom Jugendamt intensiv betreut.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken
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