Polizeiinspektion Hildesheim

POL-HI: Nur knapp am Tod vorbei

    Hildesheim (ots) - Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizeiinspektion Hildesheim.

    Hildesheim (clk.)  Erst jetzt können die Ermittlungsbehörden  aus ermittlungstechnischen Gründen über eine Gewalttat berichten, die sich am vergangenen Montag, 21.01.2008, 22.15 Uhr, in einem Hildesheimer Lokal in Bahnhofsnähe zugetragen hat. Neben weiteren Gästen saßen am Tresen der spätere Geschädigte, der ein 51- jähriger Hildesheimer ist,  dessen 36-jährige Ehefrau und der jetzt ermittelte Tatverdächtige, ein 51-jähriger Deutscher aus Hildesheim mit türkischer Herkunft. Nach den bisher vorliegenden Zeugenaussagen sprach der Tatverdächtige die Frau mehrfach an, was wiederum deren Gatten nicht gefiel. Ehemann und Tatverdächtiger gerieten hierüber am Tresen in Streit, wobei der Verdächtige  ein Glas zerschlug. Das Restglas bzw. die scharfe Bruchkante rammte er dann seitlich in den Hals des Opfers. Die 36-jährige Ehefrau, die ihrem Mann helfen  wollte, wurde im entstandenen Kampf ebenfalls im Gesicht verletzt. Sie erlitt mehrere lange, z.T. tiefe Schnittverletzungen. Der Tatverdächtige, der dem Wirt und anderen Gästen lediglich vom Sehen her bekannt war,  flüchtete aus dem Lokal. Opfer und Ehefrau wurden in ein Hildesheimer Krankenhaus gebracht. Die behandelnden Ärzte und der zu den Ermittlungen hinzugezogene Rechtsmediziner stellten eine 4 cm tiefe Stichwunde im Hals fest. Es ist wohl nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass die Halsschlagader nicht durchtrennt worden ist. Gleichwohl bestand akute Lebensgefahr, weshalb Staatsanwaltschaft und Polizei nun wegen versuchten Totschlags ermitteln. Der Tatverdächtige, der bis dahin noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten war,  konnte am Mittwochnachmittag durch Beamte des zuständigen 1. Fachkommissariates namentlich festgestellt und anschließend in seiner Wohnung vorläufig festgenommen werden. Die Hildesheimer Staatsanwaltschaft hat beim  Amtsgericht Hildesheim einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt. Hierüber hat am heutigen Nachmittag der Haftrichter zu entscheiden.


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