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20.01.2004 – 10:44

BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

BDU-Präsident: "Politische Diskussion um Beraterverträge ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten"
Warnung vor Hysterie - Vergaberegeln durch VOF ausreichend abgedeckt

    Berlin/Bonn (ots)

Die neuen Äußerungen und Kritik verschiedener
Oppositionspolitiker zu den Beraterverträgen der Bundesagentur für
Arbeit hält der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.
für völlig unangemessen. "Diese politische Diskussion ist an
Scheinheiligkeit kaum zu überbieten", machte der Präsident des
Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V., Rémi Redley,
heute seinem Unmut Luft. "Es ist unerträglich, dass zu Lasten einer
ganzen Profession eine solche Schlammschlacht medienwirksam
inszeniert wird." Allen Beteiligten sei sicher klar, dass solch
umfangreiche Reformprojekte wie der Umbau der Arbeitsverwaltung ohne
externe Expertise nicht zu leisten seien. Redley: "Ich warne vor
einer allgemeinen Hysterie, die schon ausbricht, wenn nur das Wort
Beratungsauftrag fällt."
    
    "Die Kritik an der Vergabepraxis öffentlicher Institutionen geht
mir zu oft an der Sache vorbei", stellt Redley fest. Die Diskussion
mit Schlagwörtern wie "Vergabesumpf", "Korruption" oder
"Beratungsfilz" zu bereichern, sei nicht akzeptabel. Man müsse und
dürfe doch grundsätzlich davon ausgehen, dass Behörden ihre
Beratungsaufträge nach den geltenden Regeln vergeben und für deren
Erfüllung Sorge tragen. Ausreichend rechtliche Bestimmungen für die
Vergabeverfahren der Öffentlichen Hand seien jedenfalls in der
Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) enthalten, an
deren praxisnaher Ausgestaltung der BDU mitgewirkt habe.
    
    Die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit von Beratungsaufträgen der
öffentlichen Hand stehe dabei außer Frage. Gerade die CDU müsse sich
jedoch vorhalten lassen, ob ihre Kritik nicht eher wahltaktisch
motiviert sei. Genauso wie CDU-geführte Länder und Parteikommissionen
sich aus gutem Grund von Privaten beraten ließen, müsste dies auch
dem politischen Gegner erlaubt sein. Zumal die Union sich noch mehr
als die SPD als Partei des schlanken, modernen Staates verstehe. In
Wahlprogrammen und anderen Statements erklärten Partei und
hochrangige Vertreter, sie wollten eine 'dienstleistungsorientierte,
leistungsstarke, flexible und effiziente Staatsverwaltung'.
    
    "Um dieses richtige Staatsverständnis aber mit Leben zu füllen,
müssen Strukturen grundlegender reformiert werden, als es bei jedem
anderen Unternehmen der Privatwirtschaft denkbar wäre", ist Redleys
Fazit. Diese großen Herausforderungen sowie die damit verbundenen
notwendigen fachlichen und personellen Kapazitäten könnten aber nur
durch zusätzliche externe Expertise auf Zeit bewältigt werden.
        
    
ots Originaltext: Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU
e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.
Klaus Reiners (Pressesprecher),
Tel.: 0228/9161-20,
eMail: rei@bdu.de
Zitelmannstraße 22, 53113 Bonn

Original-Content von: BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater, übermittelt durch news aktuell

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