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13.07.2005 – 10:35

DIE ZEIT

Vor zwanzig Jahren schrieb Angela Merkel ihr erstes "Programmpaket" - als Physikerin

    Hamburg (ots)

Angela Merkel gilt als berechnende Politikerin. In ihrer Doktorarbeit geht allerdings nicht jedes Kalkül auf, wie eine Rezension in der ZEIT zeigt. Die maschinengeschriebene 153 Seiten starke Arbeit über den "Mechanismus von Zerfallsreaktionen", in die mathematische Formelzeichen noch von Hand eingefügt wurden, überzeugt vor allem im theoretischen Teil. Bei praktischen Berechnungen dagegen mußte die Physikerin, die zwölf Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Physikalische Chemie in Berlin-Adlershof forschte, auf "semiempirische Interpolationsvorschriften" zurückgreifen.

    Die Kanzlerkandidatin wird häufig mit Margaret Thatcher verglichen, die als erste Frau und Naturwissenschaftlerin den Sprung an die Regierungsspitze schaffte. Bevor sie zur Regierungschefin aufstieg, beglückte sie als Chemikerin die Briten mit der Entwicklung des Softeis'. Ein solcher Erfolg blieb Angela Merkel in der Wissenschaft versagt. Das Resultat ihrer Arbeit fällt eher bescheiden aus: "Als Ergebnis liegt ein Programmpaket vor, das die Berechnung der Geschwindigkeitskonstanten auf einem Niveau ermöglicht, das dem modernen Stand der Entwicklung entspricht." Nahezu zwanzig Jahre liegen zwischen diesem Satz und dem soeben vorgestellten Wahlprogramm der CDU, doch die Formulierung klingt, als sei sie von heute. "Ein Programmpaket, das dem modernen Stand der Entwicklung entspricht."

    Den kompletten Text der ZEIT Nr. 29 vom 14. Juli 2005 senden wir Ihnen gerne zu.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse-und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de)

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