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Ethan Hawke: "Heute ist eine viel bessere Zeit als früher, um als junge Frau Filme zu machen"

Cover ZEITmagazin MANN Ausgabe 01/2018 vom 13.03.2018. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/9377 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/DIE ZEIT/Brigitte Lacombe"

Hamburg (ots) - Der Schauspieler Ethan Hawke, 47, ist beunruhigt darüber, dass seine älteste Tochter Maya Thurman-Hawke, 19, gerade dabei ist, ins Schauspielgeschäft einzusteigen: "Es ist einerseits furchteinflößend, zu sehen, dass meine Tochter jetzt in dieses Geschäft einsteigt. Aber wenn man sie kennt, versteht man, dass es für sie keine Alternative gibt: Sie will unbedingt Schauspielerin werden." Die #MeToo-Debatte kommt da für den Vater zur rechten Zeit: "Das Gute ist, dass derzeit durch die #MeToo-Debatte eine echte Revolution im Gange ist. Heute ist eine viel bessere Zeit als früher, um als junge Frau Filme zu machen. Auch wenn ich keinen Missbrauch mitbekommen habe, habe ich meine gesamte Karriere über schlechtes männliches Benehmen gesehen. Und es ist mir eine Freude, dass einige dieser Männer jetzt zur Rechenschaft gezogen werden." Der Schauspieler warnt allerdings davor, in der Debatte zu viel zu vermischen: "Wir sollten natürlich die übergriffigen Männer, die ihre Macht ausnutzen, von solchen unterscheiden, die vielleicht einfach nur einen schrägen Fetisch haben. Denn Sexualität ist nun mal auch etwas Merkwürdiges. Und ich habe sehr viele merkwürdige Frauen und Männer in meinem Leben kennengelernt, die ich nicht zur Kategorie übergriffig zählen würde." Hawke hofft auf mehr Jobs für Frauen in Hollywood: "Ich hoffe, dass ein positiver Effekt der #MeToo-Debatte sein wird, dass am Ende Frauen mehr Jobs im Filmgeschäft bekommen. Es ist blamabel, wie weit entfernt wir von 50 : 50 sind, wenn es zum Beispiel um das Regieführen geht."

Hawke spricht auch darüber, wie er sich im Alter von 47 Jahren sieht: "Ich bin entspannter, ja. Die vergangenen zehn Jahre habe ich mich wie ein alter junger Mann gefühlt. Jetzt würde ich sagen, ich fühle mich wie ein junger alter Mann. Ganz früher habe ich für die schlechten Dinge im Leben immer alle anderen verantwortlich gemacht. Als junger Mensch habe ich so eine Art Grundfrustration in mir getragen. Was ich nun merke, ist, dass ich mich weniger für mich selbst interessiere als früher."

Den vollständigen Artikel senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bitte beachten Sie die Quellenangabe "ZEITmagazin MANN". Die neue Ausgabe erscheint am Dienstag, 13. März 2018.

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