Telekom startet in Bayern Kooperation mit „Region der Lebensretter e.V.“
MEDIENINFORMATION
München, 24. April 2026
Telekom startet in Bayern Kooperation mit „Region der Lebensretter e.V.“
- Pilotprojekt: Mitarbeitende retten Leben im Dienst
- Qualifizierte Mitarbeitende werden während der Arbeitszeit als Ersthelfende alarmiert
- Erste Hilfe bei Herzstillstand überbrückt die Zeit bis zum Einsatz des Rettungsdienstes
_______________________________________________________________
Die Deutsche Telekom startet in Bayern in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Region der Lebensretter e.V.“ ein Pilotprojekt. Ab sofort können medizinisch qualifizierte Telekom-Mitarbeitende über ein Smartphone-basiertes Alarmierungssystem während ihrer regulären Arbeitszeit als Ersthelfer zu medizinischen Notfällen in ihrer unmittelbaren Umgebung gerufen werden. Das Projekt zielt darauf ab, bei einem plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand die lebensrettenden Minuten bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes zu überbrücken und so die Überlebenschancen der Betroffenen drastisch zu erhöhen.
Ein „Herzensprojekt“ aus den eigenen Reihen
Initiiert wurde das Projekt von einer Talentgruppe der Telekom in Bayern. Die Nachwuchskräfte suchten nach einem Projekt, das nicht auf wirtschaftliche Kennzahlen abzielt, sondern einen direkten gesellschaftlichen Mehrwert bietet, das Teamgefühl stärkt und die Identifikation mit dem Arbeitgeber fördert.
Markus Beckmann, Leiter der Region Süd bei der Deutschen Telekom, unterstützt das Vorhaben: „Die Telekom beschäftigt in der Technik Region Süd rund 3.000 Mitarbeitende. Besonders unsere Kolleginnen und Kollegen im Außendienst sind tagtäglich auf den Straßen Bayerns unterwegs, um Netze auszubauen und Kunden zu betreuen. Genau diese flächendeckende Präsenz wollen wir nun nutzen, um im Notfall schnell zur Stelle zu sein. Wir übernehmen als Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung und sind unglaublich stolz auf das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
„Bei einem Herzstillstand ist der Faktor Zeit der Einzige, der über Leben und Tod entscheidet“, erklärt Judith Joos vom Verein „Region der Lebensretter e.V.“. „Dass ein Unternehmen wie die Telekom seine Mitarbeitenden dafür freistellt, während der Arbeitszeit lebensrettende Einsätze zu übernehmen, ist ein starkes Signal und ein Vorbild für andere Unternehmen.“
Jede Sekunde zählt: So funktioniert „Region der Lebensretter“
In Deutschland erleiden jährlich etwa 50.000 Menschen einen Herz-Kreislaufstillstand. Bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff nimmt das menschliche Gehirn irreparable Schäden. Der reguläre Rettungsdienst benötigt jedoch durchschnittlich acht bis 15 Minuten bis zum Einsatzort.
Hier setzt das System der „Region der Lebensretter“ an. Über eine App auf dem Smartphone werden qualifizierte und registrierte Ersthelfende – wie etwa Sanitäter, Pflegekräfte oder Mitglieder von Feuerwehr und THW – geortet und alarmiert, wenn sie sich in der Nähe eines Notfalls befinden.
Das System alarmiert zielgerichtet bis zu vier Helferinnen und Helfer: Zwei Personen werden direkt zum Patienten navigiert, um umgehend mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Eine dritte Person wird zu einem nahegelegenen Defibrillator (AED) geleitet und bringt diesen zum Einsatzort. Die vierte Person weist den eintreffenden Rettungsdienst ein oder betreut die Angehörigen. Mit einer medianen Eintreffzeit von nur 3 Minuten und 11 Sekunden ist das System extrem effektiv.
Ausblick
Das Pilotprojekt startet zunächst flächendeckend in Bayern. Telekom-Mitarbeitende mit entsprechender medizinischer Grundqualifikation (wie Basic Life Support) können sich ab sofort registrieren. Bei einem erfolgreichen Verlauf des Pilotprojekts ist eine Ausweitung der „Ersthelfer Powerzone“ auf weitere Bundesländer möglich, um das Netzwerk der deutschlandweit bereits über 46.000 registrierten ehrenamtlichen Lebensretter weiter zu verdichten.
Übrigens: Die App „Region der Lebensretter“ kann sich jeder über die Stores von Apple und Google auf sein Smartphone herunterladen und so selbst zum „Lebensretter“ werden – sofern die Mindestqualifikationen erfüllt sind.
Über Region der Lebensretter e.V.
Der gemeinnützige Verein „Region der Lebensretter e.V.“ wurde 2017 in Freiburg von Medizinern und Verantwortlichen verschiedener Rettungsdienste gegründet. Ziel ist die Verbesserung der Überlebenschancen bei außerklinischen Herz-Kreislaufstillständen durch ein App-basiertes Alarmierungssystem für ehrenamtliche Ersthelfende. Das System ist Regionen übergreifend in mehreren Bundesländern im Einsatz und verzeichnete 2025 bundesweit über 19.000 Alarmierungen.
Bild (vlnr.): Judith Joos (Region der Lebensretter), Markus Beckmann (Deutsche Telekom) und Mitglieder der Talentgruppe Bayern.
Pressekontakte:
Region der Lebensretter e.V.
Sebastian Backhaus, Leiter Kommunikation und Geschäftsentwicklung
+49 761 2160665-5
sebastian.backhaus@regionderlebensretter.de
Deutsche Telekom AG Corporate Communications Dr. Markus Jodl, Unternehmenssprecher
Tel.: 0171 206 23 84 E-Mail: markus.jodl@telekom.de Weitere Informationen für Medienvertreter*innen:
WhatsApp-Kanal „Telekom Netzausbau“ www.telekom.com/de/blog/netz www.telekom.com/medien www.telekom.com/fotos www.facebook.com/deutschetelekom www.linkedin.com/company/telekom www.youtube.com/deutschetelekom www.instagram.com/deutschetelekom Über die Deutsche Telekom: Deutsche Telekom Konzernprofil