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30.09.2005 – 12:43

AOK-Bundesverband

Gesund altern
Experten aus USA und Deutschland diskutieren über Chancen und Potentiale einer alternden Gesellschaft

Berlin (ots)

Fragen nach Möglichkeiten für eine altersgerechte Gestaltung
wichtiger Lebensbereiche stehen im Mittelpunkt eines gemeinsamen
Workshops von AOK-Bundesverband, Charité - Universitätsmedizin Berlin
und Johns Hopkins Universität, Baltimore (USA), der heute in Berlin
stattfindet. Führende Experten diskutieren über die Konsequenzen und
Lösungsansätze der demographischen Entwicklung industrieller
Gesellschaften. Auch wenn Europa noch schneller ergraue als die
Vereinigten Staaten, stünden beide Länder vor der Frage, wie die
finanziellen Belastungen der sozialen Netze zu lösen seien, so Paul
Willging, Senior Associate an der Johns Hopkins Universität. Hier
könne man beiderseits des Atlantiks voneinander lernen.
Linda Fried, Direktorin des Zentrums für Altern und Gesundheit der
Johns Hopkins Universität betonte, wie wichtig es sei, älteren
Menschen eine neue, sinnvolle, produktive Rolle zuzuweisen. "Wir
werden uns künftig mehr damit beschäftigen müssen, welche neuen
Verantwortungsbereiche sich für Menschen im höheren Alter eröffnen
und wie man die Vorteile einer alternden Gesellschaft nutzen kann",
sagte sie auf der Veranstaltung.
Die AOK, so Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, beschäftige sich aktiv
mit Fragen und Konsequenzen einer älter werdenden Gesellschaft. Mit
diesem Workshop habe die AOK die einzigartige Möglichkeit, mit
international führenden Experten der Altersforschung über den
deutschen Tellerrand hinauszuschauen. Gleichzeitig betonte von
Stackelberg, dass es um ein neues Bild vom Alter gehe. "Wir müssen
die Chancen und Potentiale des Alters nutzen, um im demographischen
Wandel bestehen zu können." Als Beispiel nannte er neue Wohnformen
mit engen Vernetzungen, insbesondere im Bereich der ambulanten
Pflege.
Adelheid Kuhlmey, Direktorin des Instituts für Medizinische
Soziologie der Charité, machte darauf aufmerksam, dass eine hohe
Lebenserwartung zwar mit dem Anstieg von chronischen Erkrankungen
einher ginge. Gleichzeitig sei aber die Tendenz zu beobachten, dass
die Zeit des Handikap freien Alters stärker wachse als die
gesundheitlich eingeschränkte Lebensphase. Gesund altern bedeute, die
vorhandenen Potentiale der alternden Männer und Frauen zu
unterstützen, betonte sie.
Die AOK wird die Ergebnisse des heutigen Workshops dokumentieren
und veröffentlichen. "Wir versprechen uns von diesem
Expertenaustausch Impulse für die Arbeit der Gesundheitskasse und für
weitere Projekte zum demographischen Wandel," sagte von Stackelberg
auf der Veranstaltung.
Den Text finden Sie unter: www.aok-presse.de

Kontakt:

AOK-Bundesverband
Pressestelle
Kortrijker Straße 1
53177 Bonn
E-mail: presse@bv.aok.de
Internet: www.aok-bv.de

Telefon: 0228 843-310
Telefax: 0228 843-507

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