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27.04.2005 – 09:01

PwC Deutschland

Finanzdienstleistungen: Wachstum wird wieder wichtiger

    Frankfurt am Main (ots)

    Branche setzt sich ehrgeizige Ziele / PwC-Umfrage ermittelt: Jeder     dritte Manager hält die eigene Prognose für optimistisch

    Die internationalen Finanzdienstleister setzen wieder stärker auf Wachstum. Dabei sind die Ziele für die kommenden zwölf Monate - beflügelt vom historisch niedrigen Zinsniveau und einer robusten Verfassung der Weltwirtschaft - zum Teil ehrgeizig, wie aus der jüngsten globalen Branchenumfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC) und der Economic Intelligence Unit hervor geht.

    Wachsende Konkurrenz und steigende Anforderungen der Anteilseigner haben dazu geführt, dass bei 65 Prozent der Unternehmen die Steigerung der Erlöse höher auf der Agenda steht als vor einem Jahr. Und 68 Prozent der 201 im Februar und März 2005 befragten Top-Manager gaben an, zur Umsatzsteigerung auch Kooperationen und / oder Übernahmen in Betracht zu ziehen. Befragt nach konkreten Zielen für das Erlöswachstum nannten über 40 Prozent der Führungskräfte von Banken, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern eine Spanne von 10 bis 20 Prozent. Gleichzeitig bezeichnete allerdings jeder dritte Manager die Prognosen als "optimistisch".

    Europäische Finanz-Manager weniger zuversichtlich

    Die Aussagen der Führungskräfte zu Strategien und Perspektiven zeigen regional zum Teil deutliche Unterschiede: So gaben jeweils 70 Prozent der Manager von Finanzdienstleistungsunternehmen in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum an, dass Wachstum auf der Agenda einen höheren Stellenwert einnehme als vor einem Jahr. Von den europäischen Führungskräften stimmten nur 55 Prozent dieser Aussage zu.

    Die Führungskräfte amerikanischer Unternehmen zeigten sich in der Umfrage zudem deutlich zuversichtlicher als die Europäer. So gaben sechs von zehn befragten Managern nord- beziehungsweise südamerikanischer Finanzdienstleister an, beim Umsatz mit Wachstumsraten von 10 bis über 20 Prozent zu rechnen. Dabei hielten mit einem Anteil von 21 Prozent nur vergleichsweise wenige Führungskräfte ihre Prognose für optimistisch. In Europa hingegen sind die Wachstumserwartungen von vornherein niedriger - 55 Prozent rechnen mit einem Umsatzplus von 10 bis über 20 Prozent. Dabei hält fast jeder dritte Befragte die Wachstumsziele für optimistisch.

    Bedenklich ist aus Sicht von PwC, dass sich fast ein Viertel aller Befragten nur unzureichend mit den Risiken der eigenen Wachstumsstrategie auseinandersetzt: 14 Prozent gaben an, zwar die Risiken zu quantifizieren, nicht jedoch die möglichen finanziellen Konsequenzen. Und bei neun Prozent gibt es nach eigener Aussage überhaupt kein systematisches Risikomanagement.

    Viele Finanzdienstleister beschäftigen sich derzeit intensiv mit der Herausforderung, ein nachhaltiges Erlöswachstum zu schaffen und gleichzeitig den Ertrag durch ein striktes Kosten- und Effizienzmanagement zu steigern. Bis vor kurzem konzentrierten sich die meisten Unternehmen dieser Branche auf die Steigerung der Wertschöpfung durch Kostensenkungen oder auf Verbesserungen beim Prozess- und Risikomanagement. Wie die Umfrage zeigt, zwingen der wachsende Konkurrenzdruck und die steigenden Anforderungen von Anteilseignern und Kunden die Branche dazu, nach Wegen zur Steigerung der Wertschöpfung zu suchen, die gleichzeitig zu kundenorientierten Ergebnissen führen.

    Kernpunkte einer erfolgreichen Wachstumsstrategie im Finanzdienstleistungssektor sind nach Ansicht der befragten Manager realistische Ziele, Kundennähe, die verstärkte Nutzung moderner Vertriebswege sowie innovative Produkte, die möglichst rasch Serienreife haben sollten.

    Burkhard Eckes, Partner bei PwC im Bereich Financial Services: "'Managing for growth' erfordert eine andere Denkweise als 'Managing for value'. Am erfolgreichsten werden Unternehmen sein, denen eine Kombination beider Ansätze gelingt und die Profitabilität bei höchster Kundenorientierung erreichen. Der Finanzdienstleistungsbranche bieten sich zahlreiche Wachstumsfelder von der Vermögensverwaltung für die Generation der "Baby Boomer" bis hin zur Erschließung neuer Märkte durch Finanzdienstleister in schnell wachsenden Volkswirtschaften wie China und Indien. Im internationalen Finanzdienstleistungssektor ist die Bühne bereit für ein Jahr mit einigen interessanten Entwicklungen."

    Die Studie Focus on growth: striking the right balance within financial services können Sie kostenfrei im pdf-Format herunterladen unter:  www.pwc.com/financialservices

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Burkhard Eckes PricewaterhouseCoopers Financial Services Tel.: (030) 26 36 - 22 22 E-Mail: burkhard.eckes@de.pwc.com

Oliver Heieck PricewaterhouseCoopers Corporate Communications / Presse Tel.: (069) 95 85 - 10 74 E-Mail: oliver.heieck@de.pwc.com

Für die Redaktion:

PricewaterhouseCoopers (PwC) ist in Deutschland mit rund 8.200 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für nationale und internationale Mandanten jeder Größe in den Bereichen Assurance (Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen), Tax (Steuerberatung) und Advisory (Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung). Durch eine hohe Branchenkompetenz und starke regionale Präsenz deckt PwC die Bedürfnisse der Mandanten aus Industrie, Dienstleistung und öffentlicher Hand optimal ab.

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