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PwC Deutschland

Umweltschutz soll effizienter werden

Frankfurt/M. (ots)

Unternehmen setzen in den Bereichen Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutz verstärkt spezialisierte Software ein.
Der Bereich Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz ist in vielen
deutschen Unternehmen nur unzureichend in bestehende
Netzwerkstrukturen und EDV-Systeme integriert. Für die Zukunft plant
ein Großteil der Unternehmen allerdings, verstärkt Umwelt- und
Arbeitssicherheitssoftware einzusetzen und die Abteilungen Umwelt-,
Arbeits- und Gesundheitsschutz somit unternehmensübergreifend mit
anderen Abteilungen zu vernetzen. Diese Entwicklung zeichnet sich vor
allem in den Branchen Chemie/Pharma, Elektroindustrie, Automobil und
Maschinenbau deutlich ab. Ursache hierfür ist möglicherweise der
steigende Optimierungsdruck durch zahlreiche Reglementierungen auf
nationaler, europäischer und globaler Ebene, dem deutsche Unternehmen
zunehmend ausgesetzt sind. Zudem zwingt sie der anhaltende Trend zur
Globalisierung, Kosten zu senken und die Effizienz des Umweltschutzes
zu steigern. Darüber hinaus sind die Endverbraucher, insbesondere in
Deutschland, in Bezug auf Umweltfragen in hohem Maße sensibilisiert.
Diesen Faktoren begegnen die deutschen Unternehmen durch den
vermehrten Einsatz spezieller Softwareprodukte.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie der
PricewaterhouseCoopers Umweltberatung zum Thema Der Beitrag der EDV
zur Optimierung von Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die
Studie analysiert Organisation und Stand des Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutzes in Unternehmen sowie den Einsatz von EDV generell
und speziell in diesen Bereichen. Hierfür wurden im Oktober letzten
Jahres 127 deutsche Unternehmen befragt - darunter die 100
umsatzstärksten Unternehmen des deutschen Marktes.
Beste Integration der Abteilungen Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutz in Bauwesen, Chemiebranche und Elektroindustrie
43 Prozent der Unternehmen haben die Bereiche Umwelt-, Arbeits-
und Gesundheitsschutz zu einem Bereich zusammengefasst. Dies trifft
vor allem auf die Branchen Bauwesen, Chemie/Pharma und die
Elektroindustrie zu, wo 75 Prozent der Firmen über einen zentralen
Bereich diesbezüglich verfügen. Eine stärkere Sensibilisierung der
Verbraucher und eine hohe Regelungsdichte in diesen Branchen könnten
hier mögliche Ursachen sein. Nahezu ein Viertel der Unternehmen
trennt die Teilbereiche Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz
gänzlich voneinander und von den unternehmensweiten
Geschäftsprozessen ab. Lediglich 14 Prozent der Unternehmen haben
diese vollständig in bestehende Geschäftsprozesse integriert.
Mehrzahl der Unternehmen plant erweiterten Softwareeinsatz
Circa 68 Prozent der befragten Unternehmen sehen im Jahr 2000 in
mindestens einem Teilgebiet des Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutzes einen Ausbau des Softwareeinsatzes vor. Vor allem
Firmen aus den Branchen Chemie/Pharma und Automotive/Maschinenbau,
die von Umweltauflagen in besonderem Maße betroffen sind, planen zu
über 80 Prozent einen erweiterten Softwareeinsatz, um ihre Arbeit
effizienter zu gestalten. Generell wird in den befragten Unternehmen
auch die elektronische Vernetzung der Umweltschutzabteilung mit den
anderen Unternehmensbereichen vorangetrieben. Diese Entwicklungen
zeigen großen Bedarf an Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutzinformationssystemen (UIS) in Unternehmen, die für
eine sinnvolle Nutzung gezielt ausgewählt und optimal in bestehende
Strukturen eingebunden werden müssen.
Software für Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz kommt vor
allem bei Abfall- und Gefahrstoffmanagement  zum Einsatz
81 Prozent der befragten Unternehmen setzen zur Integration
unternehmensbezogener Informationssysteme derzeit bereits Enterprise
Resource Planning-Systeme (ERP) und hier vor allem SAP ein (75
Prozent). Obwohl die Einbindung von Informationssystemen
branchenübergreifend als wichtig anerkannt wird, arbeiten 53 Prozent
der Unternehmen im Bereich Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz
vor allem mit Datenbanken, die nur auf einen Standort beschränkt
sind. Immerhin 38 Prozent der Unternehmen setzen bereits bundesweite
Datenbanken ein. Grundsätzlich werden vor allem die Bereiche
Abfallmanagement (76 Prozent) und Gefahrstoffmanagement (74 Prozent)
durch Datenbanken unterstützt. Nur 15 Prozent der befragten
Unternehmen verfügen über eine vollständige Vernetzung aller
Unternehmensbereiche, zum Beispiel mit dem Finanz- oder
Produktionsbereich, oder planen diese. Die Zahl der Vernetzungen soll
sich im laufenden Jahr mehr als verdoppeln.
Reduktion der Unfallzahlen und Einhaltung rechtlicher Vorschriften
haben Vorrang
Nach Ansicht von über 70 Prozent der befragten Unternehmen haben
zukünftig vor allem Aufgaben wie die Reduktion der Unfallzahlen oder
die Einhaltung rechtlicher Vorschriften hohe Priorität.
Effektivitäts- und Qualitätssteigerung, Kostenreduzierung und
Verbesserung der internen und externen Kommunikation treten
demgegenüber zurück. Der Aus- bzw. Aufbau eines Controllingsystems im
Bereich Umweltschutz ist nur für 40 Prozent der befragten Unternehmen
von hoher Bedeutung. Lediglich 20 Prozent messen der
EDV-Unterstützung oder Berücksichtigung von E-Business hohes Gewicht
bei und verkennen, dass gerade hierdurch die am meisten favorisierten
Punkte unterstützt werden.
Einsatz von Umweltsoftware in hohem Maße diversifiziert
Keines der befragten Unternehmen hat Umweltschutz und
Arbeitssicherheit mit einer durchgehenden EDV-Lösung unterstützt.
Dagegen verwenden die Unternehmen ein breites Spektrum
unterschiedlicher Anwendungen: 94 Prozent setzten hoch spezialisierte
Software ein, die in der Untersuchung mit Sonstiges kategorisiert
werden muss. Produkte mit nennenswerter Verbreitung sind hier UB
Media (32 Prozent), SAP EH&S (18 Prozent) und WEKA (12 Prozent).
Knapp 50 Prozent der Unternehmen nutzen für den Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutz noch immer die Tabellenkalkulation von MS Office.
In 24 Prozent der Unternehmen wird mit Eigenentwicklungen gearbeitet,
und 15 Prozent der Befragten ziehen eine Ausgliederung der relevanten
Datenverarbeitung vor. Generell finden Eigenentwicklungen und MS
Office vor allem bei Datenaufnahme und -verarbeitung Verwendung. Die
Anwendungssysteme UB Media und WEKA werden vor allem genutzt, um die
Einhaltung rechtlicher Bestimmungen zu überwachen. Die
SAP-Erweiterung SAP EH&S kommt im Logistik- und Buchhaltungsbereich
zum Einsatz, das Intranet wird in Knowledge-Management-Prozesse und
in den Arbeitsfluss  eingebunden.
Überblick
Die Studie
   * zeigt die Verbreitung der gebräuchlichsten Softwareprodukte in
den Bereichen Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz deutscher
Unternehmen,
   * analysiert bestehende EDV-Landschaften,
   * untersucht die derzeit in Deutschland vorherrschenden
Umwelt-informationssysteme.
Zahlen und Fakten
Die Befragung wurde im Oktober 1999 unter 127 deutschen
Industrieunternehmen durchgeführt. Darunter waren die 100
umsatzstärksten deutschen Unternehmen. Die Rücklaufquote lag bei 28
Prozent.
Die Ergebnisse
* Der Bereich Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz ist in
deutschen Unternehmen derzeit nur unzureichend in bestehende
Netzwerkstrukturen integriert.
   * Zwei Drittel der befragten Unternehmen planen für die Zukunft
einen Ausbau der EDV-Unterstützung von Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutzabteilung und deren Integration in andere
Unternehmensbereiche.
   * Spezialisierte Umweltsoftwareprodukte kommen nur in einzelnen
Bereichen zum Einsatz. An erster Stelle stehen hier immer noch
MS-Office-Produkte.
   * Zahlreiche Unternehmen arbeiten mit Eigenentwicklungen oder
bevorzugen eine Ausgliederung der Datenverarbeitung.
   * Operative Aufgaben des Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzes
haben künftig höchste Priorität, gefolgt von Kostenreduktion,
Verbesserung der Kommunikationswege und der Berücksichtigung von EDV
und E-Business.
   * Vor allem Unternehmen, die in hohem Maße von Umweltauflagen
betroffen sind (Chemie/Pharma und Automotive/Maschinenbau), arbeiten
an einem erweiterten Softwareeinsatz im Bereich Umwelt-, Arbeits- und
Gesundheitsschutz.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Andreas von Saldern, Geschäftsführer, Umweltgutachter
PwC Deutsche Revision/PricewaterhouseCoopers
Umweltberatung GmbH/Umweltgutachterorganisation 
Tel.: (0 69) 95 85-10 84
Fax: (0 69) 95 85-41 65 
andreas.von.saldern@de.pwcglobal.com
Gunnar Finck
PwC Deutsche Revision/PricewaterhouseCoopers 
Umweltberatung GmbH/Umweltgutachterorganisation 
Tel.: (0 69) 95 85-11 65
Fax: (0 69) 95 85-41 65 
gunnar.finck@de.pwcglobal.com
Nicole Susann Bayer
PwC Deutsche Revision/PricewaterhouseCoopers
Marketing&Kommunikation
Tel.: (0 69) 95 85-16 69
Fax: (0 69)95 85-33 31 
nicole.susann.bayer@de.pwcglobal.com
Für den Herausgeber:
Die Gruppe PwC Deutsche Revision/PricewaterhouseCoopers ist in
Deutschland mit einem Umsatz von rund 2 Milliarden Mark eines der
marktführenden integrierten Dienstleistungsunternehmen im Bereich
Prüfung und Beratung. Rund 9.600 Mitarbeiter arbeiten an über 40
Standorten in Deutschland für nationale und internationale Mandanten
jeder Größe. Die breite Palette der Dienstleistungen umfasst die
Wirtschaftsprüfung, die Unternehmensberatung, die Corporate Finance-
sowie die Steuer- und Rechtsberatung und die Human Resource-Beratung.
Die PricewaterhouseCoopers Umweltberatung GmbH /
Umweltgutachterorganisation bietet ihren Mandanten maßgeschneiderte
Lösungen für alle Fragestellungen im Umweltbereich. Das
Angebotsspektrum reicht von strategischer Umweltberatung über
Managementsysteme und Umweltinformationssysteme bis zu
Umweltprüfungen und -gutachten.
Das Kernteam besteht aus Umweltexperten aller relevanten
Fachbereiche, zum Beispiel Umwelttechnik, Wirtschaftsinge-nieurwesen,
Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Bei
fachübergreifenden Fragestellungen arbeiten nationale wie
internationale Experten aller Arbeitsgebiete an interdisziplinären
Lösungen. Die Projekte werden von der Konzeption bis zur
Implementierung begleitet.

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