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23.10.2018 – 09:40

Landeshauptstadt Hannover

Die Kunst des Widerstands - HANNAH ARENDT TAGE 2018 laden zu hochaktuellem Thema ein

Die Kunst des Widerstands - HANNAH ARENDT TAGE 2018 laden zu hochaktuellem Thema ein
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Hannover (ots)

Kann aus Protest Solidarität und schließlich Widerstand werden? Mit Milo Rau und Daniel Cohn-Bendit prominente und streitbare Gäste dabei

Unter dem Titel "Protest!" finden die diesjährigen HANNAH ARENDT TAGE von heute (23. Oktober) bis zum 27. Oktober statt. Gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover und der VolkswagenStiftung wurde ein Programm erarbeitet, das sich dem Thema in vielfältiger Weise nähert und dazu einlädt, sich aktiv zu beteiligen.

Oberbürgermeister Stefan Schostok: "Vielfältig, aktuell und kritisch: Auch in diesem Jahr sind die HANNAH ARENDT TAGE mit dem Thema "Protest" wieder ganz dicht am Puls der Zeit. Mit hervorragenden Referentinnen und Referenten aus Kunst, Wissenschaft und Politik, wie Benjamin Bergmann, Milo Rau und Daniel Cohn-Bendit, nähern wir uns dem Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Mit dem neuen Format des Hannah-Arendt-Meeting-Space laden wir zur interaktiven Auseinandersetzung mit Protestbewegungen im Netz ein. Besonders freue ich mich über die Neugestaltung des Hannah-Arendt-Raums in der Stadtbibliothek Hannover, die mit einer modernen Präsentation die zeitlos kluge politische Denkerin und große Tochter unserer Stadt würdigt."

Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe im Sprengel Museum Hannover mit einem Vortrag des bekannten Regisseurs Milo Rau über "Die Kunst des Widerstands". Den Abschluss bildet ein generationsübergreifender Dialog mit dem Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit und der Jun.-Prof. Dr. Sabrina Zajak vom Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum im Schloss Herrenhausen. Ein Studierenden- sowie ein Schülerprojekt runden das Programm ab.

Seit kurzem richten sich die Hannah-Arendt-Tage auch gezielt an ein junges Publikum. Zu den erprobten Vorträgen und Podiumsdiskussionen sind neue Akzente aus der Jugendkultur, wie Hiphop, Workshops und Videoclips hinzugekommen. In diesem Jahr richtet sich eine Veranstaltung am 24. Oktober an der Leibniz Universität Hannover mit dem Titel "Protest im Netz - Gelebte Demokratie oder Diktatur der Trolle?" sowie die Performance und der Diskurs: "Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben werden? (FUTUR III)" am 26. Oktober in der Kunsthalle Faust an junge Menschen.

In ihrem 21. Jahr reflektieren die HANNAH ARENDT TAGE 2018 aktuelle Formen des politischen Protests und fragen nach, in welchem Maße sich Protestbewegungen seit 1968 verändert und wechselseitig beeinflusst haben. Während Demonstrationen und Straßenkampf in der Zeit der 68er ein wichtiges Mittel des Widerstandes waren, können soziale Bewegungen heute auf weitere vielfältige Maßnahmen zugreifen. Protest als Mittel der Artikulation politischer Meinungen mündet oftmals in die Gründung von Nicht-Regierungsorganisationen, in künstlerischen Interventionen oder Veranstaltungen jedweder Art. Professionelle Internetkampagnen zu Themen wie Degrowth (der Reduktion des Konsum- und Produktionswachstums), internationaler Handelspolitik oder Privatisierung der Wasserversorgung nehmen immer mehr zu. Zudem beschleunigen Digitalisierung und Globalisierung transnationale Protestereignisse. Für die meisten der Veranstaltungen gibt es so viele Anmeldungen, dass sie bereits ausgebucht sind.

Die seit 1998 stattfindenden Hannah-Arendt-Tage erinnern Hannover an die 1906 in Linden geborene, bedeutende Tochter der Landeshauptstadt. Seitdem findet die Veranstaltungsreihe jährlich um den Geburtstag (14.10.1906) der großen, deutsch-amerikanisch-jüdischen Politiktheoretikerin statt. Ein Kuratorium mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Politik, Kunst, Stiftungen und Verwaltung wählt jährlich ein aktuelles Thema aus und stellt es einem breiten Publikum zur Diskussion. Vorsitzender des Kuratoriums ist Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Weitere Informationen und das komplette Programm unter: www.hannah-arendt-hannover.de www.facebook.com/HannahArendtTageHannover

Pressekontakt:

Landeshauptstadt Hannover
Ulrike Serbent
Pressesprecherin
Büro des Oberbürgermeisters
Trammplatz 2
30159 Hannover
Telefon: 0511 168 43221
Email: Ulrike.serbent@hannover-stadt.de

Original-Content von: Landeshauptstadt Hannover, übermittelt durch news aktuell

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