Alle Storys
Folgen
Keine Story von Alzheimer Forschung Initiative e. V. mehr verpassen.

Alzheimer Forschung Initiative e. V.

AFI fördert Alzheimer-Forschungsprojekte mit rund 300.000 EUR

Düsseldorf (ots)

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V.
(AFI) stellt in diesem Jahr 299.000 EUR für sieben richtungsweisende
Forschungsprojekte bereit, die zur Aufklärung der für Alzheimer
typischen Veränderungen in Gehirn dienen und eine Weichenstellung für
mögliche therapeutische Interventionen bieten.
Dr. Karina Reiß, Universität Kiel in Zusammenarbeit mit Dr. Diana
Dominguez, Universität Leuven, und Privatdozent Dr. Carsten Culmsee,
Universität München, untersuchen, ob Nervenzellen durch gezielte
Hemmung von Sekretasen geschützt werden können. Sekretasen sind
Enzyme, die das Alzheimer-typische ß-Amyloid aus dem
Amyloid-Vorläuferprotein (APP) ausschneiden. Über die Rolle der
Sekretasen im Stoffwechsel des Gehirns ist noch zu wenig bekannt, um
zu entscheiden ob ihre Aktivität gehemmt werden kann. Reiß erhält
39.000 EUR für ein Jahr, die Arbeit von Dominguez wird von der
belgischen Schwesterorganisation International Alzheimer´s Research
Foundation unterstützt. Das Projekt von Culmsee wird mit 50.000 EUR
für zwei Jahre gefördert.
Je 50.000 EUR für zwei Jahre erhalten Dr. Björn Kuhla, Universität
Leipzig und Prof. Dr. Thomas Ohm, Charité Berlin. Ohm untersucht den
Einfluss von Statinen, cholesterinsenkenden Medikamenten, auf
Neuronen. Kuhla widmet sich der Aufklärung von entzündlichen
Prozessen, die bei der Alzheimer-Krankheit auftreten. Beide Forscher
hoffen, dass mit bereits erhältlichen Medikamenten in den
Krankheitsverlauf eingegriffen werden kann, was eine rasche Hilfe für
die Betroffenen bedeuten würde.
Zwei deutsch-niederländische Projekte arbeiten an neuen transgenen
Mauslinien, die als Modelle zu Erforschung der Veränderungen im
Alzheimer-Gehirn dienen können. Bisherige Mausmodelle erlauben nur
eine begrenzte Vergleichbarkeit mit der Alzheimer-Krankheit.
Privatdozent Dr. Thomas Bayer, Universitätskliniken des Saarlandes,
Homburg/Saar arbeitet mit Privatdozent Dr. Christoph Schmitz,
Maastricht Universität zusammen. Dr. Katrin Marcus, Medizinisches
Proteom-Center, Ruhr-Universität Bochum kooperiert mit Dr. Fred van
Leeuwen, Netherlands Institute for Brain Research, Amsterdam. Die
beiden deutschen Wissenschaftler erhalten jeweils 25.000 EUR für zwei
Jahre, die niederländischen Wissenschaftler werden von der
Schwesterorganisation der AFI, der Internationale Stichting Alzheimer
Onderzoek in Maastricht, gefördert.
Als weiteres Tiermodell eignet sich eine Mutante der Fruchtfliege
Drosophila melanogaster, die ein dem menschlichen APP ähnliches
Protein besitzt. Dr. Gunter Merdes, Zentrum für Molekulare Biologie
der Universität Heidelberg untersucht an der Drosophila welche
Aufgaben dieses Protein im gesunden Stoffwechsel hat, um zu
entscheiden wo therapeutisch eingegriffen werden kann. Sein Projekt
wird für zwei Jahre mit 60.000 EUR gefördert.
In 2004 wurden bei der AFI 32 Forschungsprojekte eingereicht. Sie
wurden durch international anerkannte Alzheimer-Experten begutachtet.
Der wissenschaftliche Beirat der AFI unter Vorsitz von Prof. Dr. med.
Konrad Maurer, Frankfurt, traf seine Auswahl aufgrund der Gutachten
und nach eingehender Diskussion über den wissenschaftlichen Wert und
den Beitrag, den das Projekt zum besseren Verständnis der
Alzheimer-Krankheit leistet. Alle ausgezeichneten Wissenschaftler
weisen Erfahrungen auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung vor.
Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. ist ein gemeinnütziger
Verein. Er finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern von
Privatpersonen. Bereits seit 1996 unterstützt die AFI
zukunftsträchtige Forschungsvorhaben und stellt Fördermittel für die
Alzheimer-Forschung zur Verfügung. Insgesamt hat die AFI für 47
Forschungsprojekte rund EUR 2,4 Millionen an Spendengeldern
bereitgestellt.
Kurzfassungen der geförderten Projekte sowie die Fotos der
ausgezeichneten Forscher sind im Internet
http://www.alzheimer-forschung.de/web/presse/start.htm verfügbar
oder können per E-Mail angefordert werden.

Pressekontakt:

Dr. Ellen Wiese
Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Telefon: 0211/ 86 20 66 21
Telefax. 0211/ 86 20 66 11
E-Mail: e.wiese@alzheimer-forschung.de

Original-Content von: Alzheimer Forschung Initiative e. V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Alzheimer Forschung Initiative e. V.
Weitere Storys: Alzheimer Forschung Initiative e. V.