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WDR europa-forum in Straßburg eröffnet – WDR-Intendant Pleitgen: Europa muss in Dialog mit seinen Bürgern treten

    Köln (ots) - Straßburg – Europa am Wendepunkt – Perspektiven der Europäischen Integration, so der Titel des achten wdr europa- forums, das am Dienstag mit mehr als 300 Teilnehmern im Europäischen Parlament in Straßburg eröffnet wurde. Nach dem Scheitern ihrer Verfassung steht die Europäische Union (EU) vor neuen Herausforderungen. Über die Zukunft der EU diskutieren hochrangige Politiker und Medienvertreter, unter anderem Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Parlamentspräsident Josep Borrell, der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcány, die EU- Kommissare Günther Verheugen, Margot Wallström und Benita Ferrero- Waldner sowie der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) erwartet.

    «Europa kann nicht voranschreiten, wenn die Menschen, für die es da ist, ihm misstrauisch bis ablehnend gegenüber stehen», sagte WDR- Intendant Fritz Pleitgen zur Eröffnung des europa-forums. Nach dem Nein der Franzosen und Niederländer müsse Europa in einen Dialog mit seinen Bürgern treten. «Das wichtigste Signal, das von den Verfassungsabstimmungen ausgeht, scheint mit nicht die Verfassung selbst zu betreffen, sondern das Verhältnis Europas zu seinen Bürgern: dass damit nämlich etwas nicht in Ordnung ist», sagte Pleitgen.

    Ursache der vielfach geäußerten Kritik an Europa sei oft Unkenntnis. «Die Menschen wissen zu wenig von Europa, von dem, was es für sie tut.» Das Werben um Vertrauen sei daher ein grundlegendes Thema für die Zukunft. Den Medien komme dabei eine wichtige Rolle zu. «Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet neben Kultur vor allem Information und Aufklärung, damit die Bürgerinnen und Bürger souverän zu ihrem eigenen Urteil kommen. Dies ist von hoher Bedeutung auch für den Prozess der europäischen Integration. Wir haben dabei nicht als Propagandisten aufzutreten, sondern wir haben eine breite Plattform für den politischen und gesellschaftlichen Diskurs anzubieten, auf der das Für und Wider in attraktiver, verständlicher, aber auch anspruchsvoller Weise diskutiert wird », sagte Pleitgen. Deshalb veranstalte der WDR mit seinen Partnern neben vielen anderen Aktivitäten das europa-forum das künftig um den Europa-Tag im Mai eines jeden Jahres stattfinden soll.

Das wdr europa-forum wird seit 1999 jährlich veranstaltet. Es wird vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Zusammenarbeit mit den Vertretungen der Europäischen Kommission in Deutschland und Frankreich, dem Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Berlin, dem Österreichischen Rundfunk (ORF) sowie dem Südwestrundfunk (SWR) organisiert und soll den Dialog zwischen Politik und Medien auf europäischer Ebene fördern. Die verschiedenen Veranstaltungen des Forums werden in verschiedenen Radio- und Fernsehanstalten teilweise live wieder gegeben. Informationen im Internet unter http://europa-forum.wdr.de

Pressekontakt und Rückfragen Annette Metzinger, WDR-Pressestelle, Telefon 0033 3 882 49171

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