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07.12.2016 – 11:32

WDR Westdeutscher Rundfunk

Füchse, Falken, Hirsche: WDR-Doku zeigt "Wildes Ruhrgebiet"

Köln (ots)

Nirgendwo sonst in Deutschland hat der Mensch die Natur so sehr 
seinen Interessen geopfert wie an der Ruhr. Mit dem Rückgang der 
Industrie erobern Pflanzen und Tiere Stück für Stück ihr Revier 
zurück. Die WDR-Dokumentation "Wildes Ruhrgebiet" aus der Reihe 
"Abenteuer Erde" zeigt am Dienstag, 13. Dezember, um 20.15 Uhr wie 
und warum Industrieruinen und Brachen anderswo vertriebenen Tieren 
eine neue Heimat bieten und seltene Arten anlocken. Die Dokumentation
ist einen Tag vorher ab 6 Uhr und danach ein Jahr lang in der 
WDR-Mediathek unter wdr.de/mediathek zu sehen. 

Der mehrfach ausgezeichnete Tierfilmer Christian Baumeister 
portraitiert als Produzent und Kameramann den faszinierenden Wandel 
einer Landschaft in einfühlsamen und beeindruckenden Bildern. 
Jahrzehntelang wurde im Ruhrgebiet das Unterste nach oben gekehrt, 
die Luft verpestet, das Land geschunden. Die Zeche für den Raubbau 
bezahlte die Natur. Heute ist das Ruhrgebiet die Bühne einer 
unglaublichen Verwandlung: Vom "Kohlenpott" zur Heimat für tierische 
Spezialisten und Anpassungskünstler. Gerade die Abraumhalden, die 
früher als grauschwarze Hügel die Landschaft prägten, locken heute 
als immer grüner werdende Tafelberge seltene Arten an. 

In den Industrieruinen erobert die Natur weitgehend ungestört 
verlorenes Terrain zurück. Birken wachsen in ehemaligen 
Möllerbunkern, der Fuchs zieht seine Jungen in einer alten 
Fabrikhalle groß und der Steinmarder jagt Mäuse in einer 
stillgelegten Gießerei. Selbst dem Igel, der heutzutage in 
aufgeräumten Vorstadtgärten kaum noch Unterschlupf findet, bietet 
ausgedienter Bergbauschrott ideale Plätze zum Verstecken und zur 
Jungenaufzucht. Stillgelegte Hüttenwerke ziehen Wanderfalken an. Die 
Vögel, die aufgrund von Lebensraumverlust und DDT Vergiftung in 
Deutschland Ende des vergangenen Jahrhunderts fast ausgestorben 
waren, brüten dank zahlreicher von Naturschützern angebrachter 
Nisthilfen wieder. Die einst zur Deckung des Holzbedarfs im Bergbau 
angepflanzten Wälder der Üfter Mark bleiben heute weitgehend sich 
selbst überlassen und bieten die ideale Bühne für die Brunft der 
Rothirsche. 

Angemeldete Journalisten finden den Film zur Vorab-Ansicht im 
Vorführraum der WDR-Presselounge: presse.wdr.de 

Redaktion: Gabriele Conze

Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de 
 

Pressekontakt:

Stefanie Schneck
WDR Presse und Information
Telefon 0221 220 7126
stefanie.schneck@wdr.de

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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