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Fernwärmewende braucht Komponenten für die nächsten 50 Jahre

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Fernwärmewende braucht Komponenten für die nächsten 50 Jahre

Strahlenvernetzte Schrumpfmuffen: Warum die Materialwahl bei Rohrverbindungen über Jahrzehnte Folgekosten entscheidet

Wiehl, 19.05.2026 – Bis zum 30. Juni 2026 müssen alle deutschen Großstädte ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben. Danach beginnt der strukturierte Ausbau der Fernwärmenetze – unter erheblichem Kosten- und Zeitdruck. Stadtwerke und Kommunen stehen vor der Aufgabe, Komponenten zu spezifizieren, die über Jahrzehnte zuverlässig funktionieren. Kritisch sind dabei Verbindungsmuffen, die Rohrsegmente in Fernwärmenetzen verbinden. Versagen diese Bauteile, dringt Feuchtigkeit ein, mit der Folge von Wärmeverlusten, Korrosion und kostspieligen Instandhaltungen im laufenden Betrieb. Strahlenvernetzte Muffen erreichen eine Lebensdauer von über 50 Jahren und gelten als technischer Standard für dauerhaft dichte Verbindungen.

Die BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG bestrahlt seit über 45 Jahren Kunststoffkomponenten mit Elektronenstrahlen und arbeitet dabei mit führenden Herstellern von Fernwärme-Schrumpfmuffen aus Deutschland und Europa zusammen.

Milliarden-Investitionen trotz knapper Kassen – Förderung setzt Impulse

Das bestehende Wärmenetz soll von derzeit rund 22.000 Kilometern auf 73.000 Kilometer bis 2045 ausgebaut werden, was Investitionen von über 43 Milliarden Euro allein bis 2030 erfordert.¹ Jeder neue Trassenkilometer benötigt dabei Dutzende von Muffen. Für Kommunen, die häufig mit knappen Budgets arbeiten müssen, stellt das eine erhebliche Herausforderung dar. Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) wurde im März 2026 um 400 Millionen Euro auf insgesamt 2,7 Milliarden Euro aufgestockt,² nachdem die vorherige Förderrunde bereits Ende 2024 nahezu ausgeschöpft war.³ Mittlerweile haben 530 Kommunen ihre Wärmeplanung abgeschlossen, knapp jede zweite befindet sich bereits im Prozess.⁴

Langlebige Komponenten reduzieren Betriebskosten über Jahrzehnte

„Ohne strahlenvernetzte Muffen sind moderne Fernwärmenetze nicht zukunftssicher", sagt Dr. Andreas Ostrowicki, Geschäftsführer von BGS. Strahlenvernetzte Muffen bleiben auch bei Temperaturschwankungen und mechanischer Belastung dauerhaft dicht. Die Lebensdauer von über 50 Jahren macht Investitionen kalkulierbar. Passgenaue Verbindungen ohne Schweißarbeiten reduzieren zudem Zeit- und Arbeitskosten auf der Baustelle. Strahlenvernetzte Komponenten amortisieren sich durch niedrigere Installationskosten, längere Wartungsintervalle und eine höhere Versorgungssicherheit – für Kommunen mit angespannten Haushalten ein relevanter Faktor.

Welche Spezifikationen und Dimensionen für das jeweilige Fernwärmenetz geeignet sind, hängt von den individuellen Rahmenbedingungen, den geplanten Betriebstemperaturen und den lokalen Netzbedingungen ab. BGS unterstützt Hersteller bei der Produktion strahlenvernetzter Komponenten. Dazu betreibt das Unternehmen an drei deutschen Standorten Elektronenbeschleunigeranlagen für die Vernetzung aller gängigen Muffen-Dimensionen inklusive der entsprechenden Qualitätssicherung.

Wie Strahlenvernetzung funktioniert

Die Strahlenvernetzung mittels Elektronenstrahlen verändert die Molekülstruktur des Kunststoffs dauerhaft und ohne den Einsatz von Chemikalien. Die zu Schläuchen oder Muffenkörpern extrudierten Kunststoffe erhalten durch die Bestrahlung einen sogenannten Memory-Effekt: Die Muffe schrumpft bei späterer Erwärmung kontrolliert auf die Dimension vor der Vernetzung zurück und verbindet Rohrsysteme passgenau und wasserdicht. „Unsere Anlagen können Muffen mit Durchmessern von mehr als 500 Millimetern vernetzen und decken damit das gesamte Spektrum ab, das in modernen Fernwärmenetzen zum Einsatz kommt", so Dr. Ostrowicki. „Strahlenvernetzte Schrumpfmuffen sind kein Nischenprodukt, sondern ein Grundbaustein für die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung.“

Über die BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG

BGS ist einer der technologisch führenden, international tätigen Dienstleister im Bereich industrieller Anwendungen von Beta- und Gammastrahlen für die Strahlensterilisation und Strahlenvernetzung. Mit Beta- und Gammastrahlen werden pathogene Keime schnell, sicher und umweltfreundlich zerstört. Darüber hinaus können sie Kunststoffe so veredeln, dass sie resistenter gegen Hitze, Verschleiß und chemische Einwirkungen werden. Als Pionier der Branche hat das mittelständische Unternehmen in Familienbesitz seit 1981 heute gängige Verfahren mitentwickelt. BGS betreibt in Deutschland an drei Standorten (Wiehl, Bruchsal und Saal) zwei Gamma-Anlagen und acht Elektronenbeschleuniger und bietet mit BGS US seit 2025 E-Beam-Sterilisation in den USA am Standort Pittsburgh an. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter und ist in Deutschland der größte Dienstleister seiner Art. Weitere Informationen unter www.bgs.eu.

  Pressekontakt 

BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG
Lena Prinz
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Fritz-Kotz-Straße 12
51674 Wiehl
Telefon: +49 2261 7899-717
E-Mail:  presse@bgs.eu  www.bgs.eu