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Rupprecht/Dinges-Dierig: Aufbruch für einen starken wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland

Berlin (ots) - Konzept der Union zur Schaffung neuer Perspektiven für die besten Köpfe und Verbesserung der Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft

Heute gab es im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung eine öffentliche Anhörung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dazu erklären der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Albert Rupprecht, und die zuständige Berichterstatterin, Alexandra Dinges-Dierig:

"Wir als Unionsfraktion sind bereit, noch vor der Sommerpause zu einer Verständigung mit unserem Koalitionspartner auf ein Gesamtpaket zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu kommen. Hierzu haben wir der SPD ein konkretes Angebot mit Eckpunkten für ein gemeinsames Bund-Länder-Programm zur Förderung von sogenannten Tenure-Track-Professuren an Universitäten und eine flankierende Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes unterbreitet.

Mit dem neuen Programm als Herzstück unseres Konzepts wollen wir den dringend notwendigen Strukturwandel im Wissenschaftssystem vorantreiben, um durch eine möglichst flächendeckende Etablierung des Tenure-Track-Modells in Deutschland verlässlichere Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu schaffen. Die bei der Klausurtagung der Geschäftsführenden Vorstände der Koalitionsfraktionen am 16. April 2015 in Aussicht gestellte eine Milliarde Euro für insgesamt zehn Jahre, beginnend ab 2017, soll diesem Programm vollständig zugutekommen. Bedingung für ein Engagement des Bundes muss aber die verbindliche Zusage der Länder sein, geförderte Tenure-Track-Professuren zu verstetigen und eine insgesamt ausreichende Zahl von dauerhaften Professuren anzubieten. Nur so kann eine nachhaltige Wirkung des Programms erreicht werden. Mit der BAföG-Entlastung von jährlich rund 1,2 Milliarden Euro im Rücken haben die Länder dafür die notwendigen Mittel. Das Programm sollte auch dazu genutzt werden, Anreize für die Etablierung und wirksame Umsetzung vorbildlicher Konzepte der Personalentwicklung an den Universitäten zu setzen.

Mit einer Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes wollen wir außerdem dafür sorgen, Fehlentwicklungen in der Befristungspraxis abzustellen, ohne die in der Wissenschaft erforderliche Flexibilität und Dynamik zu beeinträchtigen. Junge Wissenschaftler sollen sich nicht von Halbjahresvertrag zu Halbjahresvertrag hangeln müssen. Um unsachgemäße Kurzbefristungen in der Wissenschaft zu unterbinden, soll sich die Befristungsdauer bei der Qualifizierungsbefristung daher künftig an dem für die Qualifizierung erforderlichen Zeitbedarf orientieren und bei der Befristung wegen Drittmittelfinanzierung an der Dauer der Mittelbewilligung. Kürzere Laufzeiten von Verträgen müssen aber möglich bleiben, wenn es dafür gute Gründe gibt, beispielsweise für Verlängerungen kurz vor Abschluss einer Doktorarbeit oder eines Projekts.

Wir sind überzeugt, mit diesem Gesamtpaket eine substanzielle Verbesserung der Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs in unserem Land zu erreichen, und setzen auf die Zustimmung der SPD zu unserem Konzept."

Das Eckpunktepapier der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist auf folgender Webseite abrufbar: https://www.cducsu.de/fraktion/bildung-und-forschung

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